Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Bullitöter » Mo 25. Mai 2015, 14:20

So, die CDI ist fertig.

Die Verstellung mit dem kleinen Kondensator war mir zu klein und im Fundus lag nurnoch ein dicker mit 560 nF. Ausprobiert - passt. Nebenbei hab ich noch den überflüssigen Spannungsteiler am Eingang des Impulsgebers wegrationalisiert und die Diode in diesem Zweig durch eine Shottkyvariante ersetzt. Das senkt die Startdrehzahl ab ohne das ich den Widerstand im Tiefpass hätte verkleinern müssen.

Wers nachbauen will...

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Ein gehäuse fehlte noch. Im Schrott fand sich ein altes Power over Ethernet Netzteil, das sah gut aus. War nur zu lang, also hab ich in der Mitte was raus genommen und mit dem Lötkolben wieder zusammen geschweißt.

Dranmontiert an die Halterung und auch einen neuen Flachsteckverteiler dazu, da der alte sich in Krümel aufgelöst hatte.
Wieviele Tonnen sind von den Dingern eigentlich in der DDR produziert worden? Ich hab einen günstigen von nem Ebay Händler gekauft und ein original DDR Teil bekommen.

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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Frankass » Do 28. Mai 2015, 13:51

Moin,

ich bin einem Nachbau nicht abgeneigt aber versteh im Grunde nicht viel von Elektronikgelumpe. Mir wäre schon geholfen wenn du deine Selbstbau CDI mal in einen konkreteren Kontext zur Schwalbe setzen könntest. Ich hab auch noch so eine Moppete und will die diesen Sommer mal wieder auf die Straße stellen. Damals hat es mir nicht so viel Spaß gemacht das Ding zu fahren. Ankicken ging eigentlich nie und ständig ist einem das Ding an der Ampel ausgegangen. ist aber auch schon 20 Jahre her und ich konnte nicht wirklich gut schrauben. Internet in der Form gab es ja auch noch nicht.
Was genau macht die CDI? Ist das sowas wie ne Vape? Versteh halt nix von den Dingern. Muss mich nur mal schlau lesen bevor ich die Schwalbe aus der Ecke ziehe.
Vape ist doch ne kontaktlose Zündung, oder?

Wenn ich die Schwalbe fit mache, muss der Hobel danach zuverlässiger laufen als zuletzt (damals).
Lese übrigens gern hier über Schwalbe und generell Mopedprojekte. Endlich mal "normale Leute"!
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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Der Sterni » Fr 29. Mai 2015, 18:32

kontex CDI zu schwalbe:
du hast ja original (sofern originale E-zündung verbaut) immer noch nen original braunes oder im nachbau auch mal schwarzes steuerteil dazu
bildlich: Bild
dieses steuerteil wird neu"deutsch" auch CDI genannt und genau das hat der bullitöter nun nachgebaut
was das ding genau mitm strom macht wird hier kurz angerissen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensato ... C3%BCndung



die originale E-zündung ist an sich schon ne recht zuverlässige zündung bei simson
problem ist halt nur, dass die ersten mitlerweile knappe 40 jahre alt sind
ersatzteile dafür gibts noch zu hauf, aber vieles ist qualitativ fragwürdig

nun kann man natürlich auch ne E-zündung komplett aus hochwertigen neuteilen zusammenstellen, aber dann ist man preislich nicht mehr weit von nem vapekomplettset entfernt
und meine empfehlung, sofern man vor der entscheidung steht, vape rein und ruhe
12V
110W systemleistung
leichteres polrad

die vorteile liegen nunmal auf der hand ;]

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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Bullitöter » Fr 29. Mai 2015, 21:34

Da stimme ich dir in sofern zu, wenn es um ne Simson mit Kontaktzündung geht. Vape rein und fertig.

Wen der Bock, wie meiner, ne Elektronikzündung ab Werk hat, halte ich das für übertrieben.

Eine Kondensator entlade Zündanlange (CDI) ist ne simple und zuverlässige sache. Für die originale braucht man aber mindestens das passende Polrad und ne Grundplattte mit Geber, evtl noch mehr kram.Kostenmàssig ist das sichser ne halbe Vape
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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Der Sterni » Sa 30. Mai 2015, 13:03

die originale E-zündung ist schon nicht schlecht

aber gerade wenn so nen mopped als alltagsfahrzeug dienen muss, ist man recht schnell an dem punkt wo ne vape einzug hält
bin fast 2 1/2 jahre täglich 100km zur lehre mit der S51 gefahren
da haste im herbst/winter früh morgens irgendwann wenig lust auf 35/35 bilux :shit:

bin dann günstig an ne gebrauchte vape gekommen und möchte sie einfach nicht mehr missen
mitlerweile ist sie motorenbedingt eh pflicht :pssssst:

viele kunden sehen nach kurzer zeit auch ein, dass es mehr sinn macht auf 12V zu setzen
der übergangswiderständehalber (selbst mit neuem kabelbaum) machts oft schon sinn




will dir aber weißgott nicht deine e-zündung schlechtreden

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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Bullitöter » Sa 30. Mai 2015, 21:41

Naja, ich hab die Lichtspule auf ne 12V 42W umgebaut, auch weil dort ja noch die selbstgebaute Ladelektronik mit nem Elmos Step down Regler angeschlossen ist.
Nu is ne 12V 35W Halogenlampe im Originalscheinwerfer. Find ich durchaus brauchbar. Fürs Rücklicht sind die 6V völlig ausreichend.

Wie gesagt, ich würde ne Kontaktzündung jetzt nich auf ne Simson CDI umbauen, (außer ich hätte die Teile liegen) aber auch keine Simson CDI auf ne Vape.
Im Grunde hat Simson da nix anderes gebaut als es heute jeder Roller drin hat, nur eben ohne Drehzahlbegrenzer und dank großer außen liegender Zündspule extrem stabil und langlebig.
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Re: Die Schwalbe - Bullitöters erstes motorisiertes Zweirad

Beitragvon Bullitöter » So 27. Aug 2017, 21:32

Ui, lange nix geschrieben hier..

Naja, letztes Jahr lief das Ding auch einfach nur, nix gemacht außer fahren.

Dieses Jahr wollte se dann etwas mehr Zuwendung. Irgendwann im Winter hab ich nen Tacho überholt und dann nicht mehr wiedergefunden.
Sterni war so nett mir einen defekten zukommen zu lassen, was nach Murphys Gesetz erfolgreich dafür gesorgt hat, dass ich den überholten wiedergefunden hab.
Den Zeiger musste ich noch etwas nachjustieren, da er zu wenig angezeigt hat, aber nun funzt das Teil incl. km Zähler wieder bestens und geht sehr genau.
Fotos hab ich leider nur eins gemacht, von der Fussellösung einfach ne 12V 4W Lampe da rein zu klemmen weil ich zu Geizig bin mir noch nen Typen Glühlampen aufs Lager zu packen den ich dann nirgendwo anders gebrauchen kann.

Funzt aber gut.
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Dann gabs Probleme mit der Zündung weil meine CDI n Designfehler auf der Platine hatte und sich der Thyristor selbst gezündet hat. Da das Ding beim ausbau kaputt gegangen ist da mit Lack verklebt, hab ich nen Triac aus der Schublade als Ersatz genommen, Isolierpad drunter, funzt wieder.
Dann gabs wieder sehr sporadisch Zündprobleme, weil sich vermutlich der Geber auf der Grundplatte nach 37 Jahren langsam verabschiedet. Hat aber immerhin das Moppet nich lahmgelegt. Nu is de neue Grundplatte drin, ma sehen obs das war.
Dann gabs noch frisches Getriebeöl ne neue Kette (die Spanner waren schon am Anschlag und die Geräuschkulisse irgendwie nich gut), neue Kettenmschläuche und neue Reifen.

Der Gepäckträger hatte sich fast aus dem Panzer gerissen, weshab da nun Innen und außen schöne polierte Bleche unbekannter Herkunft das ganze Verstärken. Da könnt ich ma noch n Bild nachhreichen einglich...

Und dann is mir zufällig beim Teilebestellen ein Drucktaster für den Bremsgriff übern Weg gelaufen, den ich dann spontan mal mitbestellt habe, da dieses Kontaktfahnengelumpe im Bremsschild mal wirklich der letzte Dreck is und auch total verschlissen.
Gestern mal kurz geschaut ob und wie ich den wohl Sinnvoll verbauen kann. War einfacher als gedacht. Nu gibts endlich ein Bremslicht anstelle eines Vollbremslichts. :jubel2:

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Und es ist einfacher und besser als die Zugtasterlösungen an der Schwinge die einige haben, will ich meinen.
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