Re: Bullitöters geschraube - nahtloser Übergang

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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon Bullitöter » Mo 12. Nov 2018, 19:32

Ah ja, Bier, Bier is immer gut!

Eure rege Anteilnahem an dem Bremsscheibenkunstwerk hat aber eine neue Idee zu Unterhaltungszwecken fürs Rentenalter mit Drehbankbesitz erzeugt.

Es wird vielleicht interessant das "Saufen" bis auf 5/100 abzudrehen und dann mal so zum Tüv zu fahren :-)
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Re: Bullitöters geschraube - der Rest aus 2018

Beitragvon Bullitöter » Fr 11. Jan 2019, 04:11

So, ich mach mal keinen Jahresrückblick, das is nur das aufgestaute Zeug über das ich nix geschrieben habe...

Im April hab ich mir n neues Spielzeug gekauft

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Eine Moto Guzzi V65C Baujahr 1984 in nicht mehr originaler Fahrbgebung. Vor ein paar Jahren aus Italien Importiert (dieses Modell wurde in Deutschland nie offiziell verkauft) und dazu gabs einen dicken Ordner mit nem haufen Rechnungen. Erstaunlich was manche Leute für ein Geld Investieren und für was.

Ich hatte zunächst die Hoffnung mal was gekauft zu haben an dem ich mal nicht erst herumschrauben muss bevor man es benutzen kann, jedenfalls nachdem ich die Bremsschläuche von 1984, die dämlichen offenen Luftfilter und die viel zu grellen hässlichen 5mm LEDn aus dem Cockpit rausgeworfen habe, aber sowas passiert einfach nie.

Den originalen Monsterluftfilterkasten wieder rein pröklen hat den halben Tag gedauert.

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Ein weiterer halber Tag ging sicher dafür drauf an den wichtigen stellen wieder die richtigen Schrauben einzusetzen.
Irgendwer hatte ALLE Schrauben durch A2 Edelstahl ersetzt. Sogar die, die die Bremssattelhälften zusammen halten. :schwachsinn: :kotz:

Betriebsflüssigkeiten wechseln ist selbstverständlich, auch wenn die garnicht schlecht aussahen.

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Ergebnis war aber immerhin, zu wenig Öl im Getriebe, zuviel im Endantrieb

Ölwanne runter, sauber machen, neues rein

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Zwischendurch mal versucht in der Firma diese Idee durchzukriegen, die wollten das irgendwie nicht, verstehe ich garnicht
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Im Tank hatte ich etwas Rost entdeckt, sah aber nicht schlimm aus. Dennoch wollte ich das mal entrosten.
Scheinbar muss es bei mir auch so sein, dass ich Motorräder mit Tanks kaufe die nurnoch der Rost dicht hält, denn trotz der wenig schlechten Optik, war genau das der Fall.
Also hab ich es dieses mal mit nem Sanierungsset vom Korrosionsschutzdepot versucht.

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Das bestand zum einen aus nem Entrostergranulat.

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Ich dachte Anfangs, dass funktioniert gar nicht mal so gut, daher hab ich dann aufm Gemeindehausparkplatz etwas Split ausgeliehen und alles ordentlich durchgeschüttelt. Da gings dann richtig ab da drin und das Zeug hat sogar ordentlich Druck aufgebaut. Vielleicht wären Spax Spax schrauben besser gewesen, da die Steine mit dem Zeug reagiert haben und es schnell verbraucht war, aber es hat gereicht.
Das kam dann aus dem Tank raus...

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nach nem Tag stehen lassen sah das so aus.

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Rostfrei war der Tank nu, in dem Set war noch so ein Ökoscheiß Rostumwandler den man vorm Versiegeln einmal durchschwenken soll.

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Ich hätte auf mein Bauchgefühl vertrauen sollen, dass das nicht gut is. Danach war im Tank ne schwarze Schicht irgendwas die sich ablösen ließ. Ganz großes Tennis. :kotz:

Zum Glück war noch etwas aktiver Rostentferner da, der das Zeug dann zusammen mit den Steinen wieder rausgeholt hat nachdem ich geschüttelt hab bis die Arme lahm waren (ich hab nämlich leider keinen Betonmischer und kenne auch keinen der einen hat).

Ich hab dann, wie beim ersten mal schon, die Oberfläche mit Phosphorsäure behandelt und dann das KSD 2k Tanksiegel reingekippt. Die 1k Variante gibt es nicht mehr.
Da in der Anleitung stand, man kann das Zeug in den Kühlschrank stellen kann um die Reaktion zu verlangsamen, hab ich das vor dem vermischen getan, da ich mir schon gedacht habe, dass ich es nicht in wenigen Minuten schaffen werde diesen nicht ganz trivial geformten Tank von Innen komplett zu beschichten. Das war dann auch ne gute Idee, denn es hat ganz schön gedauert, aber einwandfrei geklappt. Tank wieder dicht.

Dann waren irgendwann auch mal die LED Kontrollampen die ich über Ebay in Chinesien bestellt habe angekommen und ich hab den Schrott von einem der Vorbesitzer rausgeworfen.
Eine sieht man hier noch.

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So siehts dann von hinten aus.
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Ich hab alle strippen auf einen Sub D Stecker gelegt anstelle der fürchterlichen runden Einzelsteckverbinder die vorher da dran waren.
Hier bekommt man ne sparsame Vorstellung wie der Murks aussah.
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Jetz bessa!
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Fehlte nurnoch ne vernünftige Schaltung für das Licht. Original liegt die Lichthupe auf dem Abblendlicht. Bringt also echt viel wenn das sowieso dauerhaft an ist.
Das Fernlichtrelais befindet sich unter der Sitzbank und in der Nähe gibt es einen Sammelsteckverbinder.
An einer Ader an diesem Stecker war die Isolierung gebrochen.
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Sowas ist eigentlich immer Mist, in diesem Fall war das ausnahmsweise nicht so, denn genau da dran musste die Ader vom Fernlichtrelais.
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Da es zu einfach wäre, wenn jetzt alles funktioniert, war danach die hintere Bremsscheibe eingefettet.
Rad ausgebaut...
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Da hat einer zuviel Werner geguckt, dachte ich, und alles mit Fett vollgeballert. Aber es hielt nich lange vor nach der Reinigung, also doch Endantrieb undicht.
Praktischer weise muss man das Winkelgetriebe bis auf den Triebling komplett zerlegen um an den äußeren Wellendichtring zu kommen. Der wird als allererstes von innen ins Gehäuse gesetzt.
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Am Ende war es aber garnicht so verkehrt das ich da dran musste, denn zusammengebaut war der Kram natrürlich auch falsch.
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Diese Scheibe die man hier oben drauf kleben sieht, die gehört da nicht hin. Die muss auf die andere Seite der Muffe die die Verzahnung des Trieblings mit der von der Kardanwelle verbindet, damit die Feder in der Kardanwelle auch was zum draufdrücken hat.
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Das sich die Leute bei Moto Guzzi überlegt haben, dass man, um den Endantrieb wieder zu montieren, erstmal die Schwinge ausbauen muss, dann den Antrieb an die Schwinge montiert, die Kardanwelle von vorne reinschiebt und dann die Schwinge mit dem ganzen Zeugs wieder ans Mopped bzw. Getriebe montiert, war beim ersten mal nicht so schlimm, da ich den Faltenbalg zwischen Schwinge und Getriebe sowieso tauschen musste, bei der 2. Demontage, weil es wegen zu tief sitzendem innerem Wellendichtring jetzt wo anders undicht war, aber Nervig und ich hatte keinen Bock drauf.
Da Senkrechtes aufhängen des ganzen Moppeds ausfiel hab ich es mit nem Streifen zusammengerolltem Putztuch versucht.
Das zusammengerollte Ende hat die Kardanwelle etwa mittig in der Schwinge gehalten, dann den Endantrieb angesetzt und durch den Spalt das Putztuch wieder rausgezogen. Hat auf Anhieb geklappt, ich war begeistert.
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Kaum funktionierte das wieder, ist dann der Tacho ausgefallen.
Ursache war ein schwergängig gewordener Antrieb, von dem dann einfach die Blechnase abgerissen ist die in die Felge greift.
Das Teil ist unverschämt teuer, also hab ich das ausgespült, neu gefettet, neue Lasche angeschraubklebt und wieder eingebaut
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Anfang November ist dann noch der Schlauch im Hinterrad kaputt gegangen und damit wars das dann für 2018

An der Schwalbe is dafür umso weniger passiert.
Bis auf die Soffitte die ich repariert habe, habe ich es ganz ohne Fotos geschafft von 16N1 auf 16N3 Vergaser umzubauen.
Anfangs wollte der nicht so wirklich, aber das war wohl nur eine Summe von Kleinigkeiten die ich, bis auf nen leicht zu hohen Schwimmerstand, vergessen habe.
Entgegen Käfers Prophezeihung, dass man das nicht macht wenn das Ding läuft, weil es das danach bestimmt nicht mehr tut, läuft der Motor jetzt besser als je zuvor und verbraucht etwa 1L weniger auf 100 km. Wenn das ma nix is.
Aber ganz ohne Ärger geht ja auch nich.
Das Rücklicht war kaputt, also wollte ich schnell ne neue Lampe einsetzen.
Kaputte Lampe raus, intakte rein und nix leuchtet. Multimeter geholt und gemessen, dass etwa drölf Volt anliegen, also kein Kontakt. Sauber gemacht, Fusskontakt nachgebogen, immer noch nix. Nu war aber keine Spannung mehr Messbar.
Großartig, irgendwo is ne hochohmige Unterbrechung. Entgegen meiner Erwartung die irgendwo in den ollen Gammelstrippen oder völlig unproffessionellen Leuchtenklemmenverbindung mitten drin zu finden war es der Kontakt im vor 2 Jahren gegen ein NOS DDR Teil ausgetausdchten Zünd/ Lichtschalter.
Zum Glück is da ja noch n Kontakt in Reserve frei wenn man auf Dauerlicht umgebaut hat.
Da mir die neue Lampe danach viel zu Hell vorkam hab ich mal nachgemessen und musste feststellen, der ungeregelte Scheiß is empfindlich genug, dass eine kaputte Tacholampe das Rücklicht ins Jenseits befördert und umgekehrt. Das braucht keiner also gabs 2 Dicke Suppressordioden mit optisch kunstvoller Kupferdrahtkühlschlange ins Rücklicht um das zukünftig zu verhindern.
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Der Wohnwagen hat erstmal anstandslos ne neue HU Plakette bekommen und die Mischung aus Sikaflex, Badezimmersilikon und dauerflexibler Dichtmasse die der Vorbesitzer an und um die Radläufe verteilt hatte war endlich gar, bzw. durch UV so krümelig dass man es außenherum ganz gut entfernen konnte.
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Ich hab das ganze mit UV festem Sikaflex neu eingedichtet und gleich das ganze Plastik damit überzogen indem ich das mit Nitroverdünnung verteilt habe. Das sollte Grimms Anspruch an offen zur schau getragener Dichtmasse ja eigentlich gerecht werden.
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Danach gings dann erstmal zur Mecklenburger Seenplatte, nach ein paar mehr oder weniger tollen Zwischenstops fast direkt ans Wasser.
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Das war in Röbel an der Müritz und offenbar nicht weit genug am Arsch der Welt das sich der Grimm mit seinen vielfältigen Beschäftigungen verstecken konnte. (Also er schon aber das Auto nicht :-) )
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Auf einem der Bilder oben kann man auch eine Reisezahnbürste entdecken. Hier nochmal in groß
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Das muss eine sein, denn die hat dort ca. 80km lang bei bis zu 110 km/h gelegen.

Komischer weise hat der Sommer gezeigt, dass die Kühlbox ein bisschen Tuning gebrauchen könnte.
Fotos von der eigentlich Modifikation am Einbauort fehlen natürlich, aber innen drin gabs einen Step up Regler der den Spannungsverlust auf der Zuleitung kompensiert. Das wird während der Fahrt hoffentlich für etwas mehr Kühlleistung sorgen.

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Nachdem wir dann das 2. mal aus Dullistan zurück waren musste ich feststellen, dass der Wagen einseitig bremst. Das lag doch weniger an gammeligen Bremsseilen, wie erst vermutet, als mehr an völlig festgegammelten Verbindern am Ausgleichsstück. Das kann ja im April noch nich gewesen sein, da gabs ja ne Plakette... :schlaupuper: :pssssst:
Egal, einmal Seile neu und gängig machen, nu geht das wieder. Dann gabs noch ein 100W Solarpanel oben drauf, und ab in die Abstellung (die nicht in dieser Garage ist).

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Die Doka...

brauchte für die TC erstmal ein anderes Logo
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Zwischendurch hatte ich den Auftrag diesen Mitbewohner aus dem Schlafzimmer zu vertreiben
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Verstehe ich garnicht...
Nach dem völlig problemlosen Ölwechsel habe ich dann im Sommer beschlossen endlich der eiernden Keilrippenriemenscheibe auf der Kurbelwelle ein Ende zu setzen.
Die lose Killerschraube mit verfriemeltem Stumpf hatte ich schon lange hinter mir, aber geeiert hats eben doch noch und das machte einfach immer ein schlechtes Gefühl.

Also hab ich ein bisschen Rundmaterial, Alu 4 Kant und n Stahlplättchen genommen, einen alten JX Motor als Muster rausgezerrt und in der prallen Sonne ein wenig gesägbohrflexschweißgewindegeschnitten.

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Das Ergebnis dieser Unordnung ist das hier.
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Jetzt konnte ich am Bulli mal den ganzen Riementrieb zerlegen und feststellen, der Kurbelwellenstumpf sieht gut aus...
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und das Zahnriemenrad trägt vollflächig, liegt also nicht schief auf wegen zuviel abgefräst damals oder so.
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Von daher war ich meinem Verdacht, dass die Fläche schief ist näher.
Alles wieder provisorisch zusammengebaut, Messuhr dran und einen Höhenschlag von nicht weniger als einem guten viertel mm gemessen. Toll.

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Da ich sowas ja befürchtet hatte, habe ich nach Jahren der Suche auf Ebay endlich ein polnisches Qualitätswerkzeug zu einem angemessenen Preis gefunden, was der Lösung dieser Probleme dient.
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Das Ding ist denke ich wirklich von guter Qualität, denn ich hab das nur von Hand angedrückt und gedreht und diese Druckplatten mit der Mutter garnicht verwendet.
Das es ganz schön was einseitig weg genommen hat, kann man ja sehen, das Ergebnis war aber ernüchternd, denn nu waren es noch immer 0,2mm halt an anderer Stelle. In soweit also nicht besser als das Ding von Sauer Werkzeuge mit dem ich es beim ersten mal vor Jahren gemacht hatte, dafür nur etwa 1/4 so teuer. Und ich nehme an genau das ist der Grund warum die Motorenbauer keinen Bock auf das Ding haben.
Ich hab dann die höchste Stelle markiert, den Führungsdorn wieder eingeschraubt und dem ein paar Schläge in eben diese Richtung verpasst bis das Fräsergebnis an der zu hohen stelle etwa so aussah wie beim ersten ansetzen. Danach dann Plan gefräst, Zahnriemenrad wieder drauf, Messuhr dran und...

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Damit kann ich leben, um es vorweg zu nehmen, es nicht mehr das geringste eiern zu sehen.
Da mir voher bekannt geworden ist, dass die 5 Ender an der Stelle eine Reibwerterhöhende Scheibe verbaut haben, also eine 1/10mm dicke, mit Diamantstaub beschichtete Scheibe, wollte ich so etwas auch haben.
Nach ewiger Suche habe ich bei nem Tuner was für 1,8T Motoren gefunden und mal bestellt, in der Hoffnung, dass es passen könnte, nachdem mir am Telefon ein falscher Außendurchmesser genannt wurde.

Leider war die Scheibe deshalb etwas zu groß und die Kerbe nicht tief genug. Inzwischen hab ich festgestellt, dass der findige Tuner einfach die Scheibe 06c105193b verkauft, die eigentlich an ASN / BBJ 3,0 Liter Audi Motoren dort sitzt und bei irgendwelchen anderen 1,8 /2,0 Liter Motoren zwischen Keilrippenriemenrad und Zahnriemenrad an der Kurbelwelle.
Seis drum, es gibt nix passendes für die alten 827er Motoren also habe ich die Scheibe passend gemacht.
Mit Klebeband und 2 Muttern auf einen M12 Dorn gespannt, im Akkuschrauber drehen lassen und mit dem Dremel runtergeschliffen bis der Durchmesser stimmte.
Dann die Kerbe auf die richtige Größe aufgefeilt und unter dem Mikroskop bei 300 facher Vergrößerung oder so gesehen warum man die Scheiben nicht nachträglich mechanisch bearbeiten soll.
Obwohl ich die Ränder mit irgendwas zwischen 2000 und 4000er Körnung entgratet habe bis alles Augenscheinlich einwandfrei war, war an 20 – 30% der Ränder noch Material von der Beschichtung aufgeworfen was sicherlich die Funktion beeinträchtigen würde. Also hab ich das unter dem Mikroskop weggeschliffen.
So sieht das dann fertig aus.

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Das grüne ist das Schleifpapier mit dem ich das entgratet habe.
Alles wieder zusammen, neue 12,9er Schraube rein und Festziehen. 90 Nm + 90° Weiterdrehen.
Ich hab mal ausprobiert wie weit man nach den 90 Nm mit 250 Nm kommt.
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So etwa hab ich mir das gedacht, weshalb ich diese Schraube auch mit dem Wagenheber löse und fest ziehe.
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Spezialwerkzeug zum Einspritzpumpe abstecken passt, OT Marke auch, Nockenwelle kann ja nich anders sein, da vorher markiert, muss laufen und tats auch.
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So gings erstmal zur Mecklenburger Seenplatte, nicht ohne dass das Abgasrohr am Turbolader kaum 150 km von zu hause abgerissen ist. Super Werkstatt gefunden, die haben das schnell wieder angeschweißt und hat dann auch gehalten.
Ich hab dann zu hause 7 Stunden gebraucht ein neues einzubauen, davon etwa 5,5 um das alte raus zu kriegen.
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Alles was von den Muttern übrig geblieben war, ist das hier.

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Die hab ich mit der Puksäge, Hammer und Meißel von den Bolzen prökeln müssen.
Danach hab ich mir mal überlegt, ich könnte mal die kaputte Digitaluhr reparieren. Da ist das LCD kaputt. Leider funktionieren aber die Displays vom Golf nicht und zeigen nur Stuss an. Ein neues ist übertrieben teuer. Aber da gabs doch mal so ein Funkuhrmodul was da fast 1:1 rein passt. Das hat nur leider keine Beleuchtung und ist Batteriebetrieben.
Also so eine Uhr besorgt ne Beleuchtung und einen Spannungsregler für Betrieb am Boardnetz da reingefriemelt.
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Mal sehen ob ich die einbaue nachdem oder bevor Grimm den Manta fertig hat.
Vorher wollte ich den ganzen Auspuff nochmal abschrauben, weil ich da einfach Bock drauf habe.

Natürlich nicht, diesmal war der Krümmer am 4. Zylinder undicht. Da ich noch einen 2. frisch geplanten Krümmer da hatte, hab ich den eingebaut. Klingt einfach, war es aber nicht, weil nach der Demontage der Plan das wieder zusammen zu bauen ständig von außen vereitelt wurde, indem entweder unverschämter weise die Opel Krümmerstehbolzen für den TD zu kurz sind oder ich falsche oder garkeine Teile geliefert bekommen habe.

Also hat das ganze nur 3 Wochen gedauert bis das wieder so aussah wie es aussehen soll
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und der Motor für etwa 500m wieder astrein lief.
Da gab es dann ein komisches Geräusch und er lief nurnoch auf 3 Zylindern.
Vorsichtig zurück zur Garage, wieder rein gestellt - zack - war der Spuk dann auch wieder vorbei und der Motor lief wieder top.
Eine weitere Testrunde um den Garagenpark endete dann wieder auf 3 Zylindern, sehr unschönen Geräuschen und einem vor dem Tor abgestorbenen Motor.

Da er sich von Hand kaum durchdrehen ließ hab ich den auspuff wieder abmontiert und hab den Kopf abgenommen.

Der sah von Innen auf dem 4. Zylinder dann so aus
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Ich hab keine Ahnung was und wie es da rein gekommen ist, aber es hat ganze Arbeit geleistet. Es war irgendetwas hartes Rostfreies mittelprächtig magnetisches das in diverse Stücke zerbrochen und zur unkenntlichkeit verformt ist.

Weil ich in den Motor im laufe der Zeit ja nun schon etwas Arbeit versenkt habe und Spender auch inzwischen knapp bemessen sind mach ne wieder fertig.

Die Kagge hat eigentlich nur eine kleine nennenswerte Riefe in die Zylinderlaufbahn gezogen, dass sollte keine Geige spielen meint auch der Motorenbauer und ging ma schnell mit der Flexhonbürste durch.
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Also gibts jetzt n neuen Kolben für den 4. Zylinder, neue Sputter Lager für die Pleuel, neue Kurbelwellenlager neuen Kopf, neue Einspritzdüsen und neue Ventile.

Irgendwie reißt die Pechstähne allerdings nicht ab, denn, dass in diesem Umfang alles neu muss bzw. sollte, das zeigte sich natürlich nur nach und nach oder war mal wieder anderen geschuldet.
So hatte ich ers einen überholten AAZ Kopf mit 7mm Ventilen bei einer Firma die so ähnlich wie Knoblauch riecht, äh heißt bestellt. Was kam an und was is drin?
Ein ABL oder 1X Kopf ausm T4 von vor 96 mit 8mm Ventilschäften und Spänen in allen Kanälen
Ich wollte explizit nen AAZ Kopf mit 7mm Ventilen - einmal mit Profis arbeiten und so...

Ums mal wie Manousakis zu sagen: Den können die sich mit Flutschi Anal in den Arsch schieben! :-| Mal sehen wann die Kohle zurück kommt.

Daher dann nen neuen AMC Kopf bestellt, die Ventile, Einschleifgedöhns und n billiges Werkzeug zum Ventile ausbauen.

Nebeneffekt vom Motor ausbauen war natürlich die Erkenntnis, dass das gebrauchte Wasserrohr was ich 2011 eingebaut habe inzwischen auch inne Wurst is.
Also auch gleich 1x neu in Edelstahl bitte.
In der Zwischenzeit dann mal äußerst Professionell den neuen Kolben eingebaut.
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Kann ich nicht empfehlen wenn man mehr als einen machen will. Oder ich hätte vorher ne Dose Faxe saufen sollen.
Und die Pleuel, Anlaufscheiben und Kurbelwellenlager.
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Dann hab ich die Wasserrohe eingebaut und festgestellt, dass es eigentlich 3 Halteklammern geben dafür geben sollte, aber nur eine verbaut war. Warum? Die vor der Hinterachse kannte ich nicht und die hintere passte nicht, weil die die mir mal jemand als dafür gegeben hatte doch für vorne bzw. vor der Achse war.

Welche von den 2 verschiedenen Sorten Klammern kann man überall kaufen? Richtig, die beiden die ich habe. Die dritte gibt’s offenbar nur bei Hoffman Speedster und die haben 30 EUR Mindestbestellwert. Toll. Naja, hab genug gefunden was ich brauchen kann.
Dann kam erst eine Steuererkläung und danach eine schöne fette Erkältung die gerade wieder abklingt dazwischen weshalb ich mir gestern gedacht habe, Ventile kann ich auch im Wohnzimmer einschleifen, is ja alles neu.
Ergebnis:


Keine Ahnung wieso der Motor mit 2 krummen Einlassventilen auf Zylinder 2 und 3 einwandfrei gelaufen ist, aber er hats getan. Da hat in der Vergangenheit bestimmt mal irgendein Ochse ne zu dünne Kopfdichtung draufgeschraubt.
Darum jetzt auch alle Ventile neu. Die Auslassventile hatte ich gleich alle neu geholt, da doch ganz schön was zu schleifen gewesen wäre. Mal sehen was als nächstes auftaucht und wann der Haufen endlich wieder zusammen kommt.
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon Frankass » Fr 11. Jan 2019, 10:44

Junge, junge, was für ein Aufriss. Erinnernt mich stark an das ungewollte Intermezzo mit dem Lupo der Freundin. Immerhin hat sich der Einsatz bisher bewährt. Irgendwann läuft der Bus bestimmt auch wieder wie er soll. Durchhalten!
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon Tjarnwulf » Fr 11. Jan 2019, 12:06

Aber echt, was ein Jahr!

Gratuliere zum Durchhalten! :10:
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon polo-genesis » Fr 11. Jan 2019, 14:49

Tjarnwulf hat geschrieben:Aber echt, was ein Jahr!

Gratuliere zum Durchhalten! :10:


Allerdings, war aber toll zu lesen auch wenn der Inhalt bzw. dein Schrauberjahr nicht toll war. Weiter machen :like:
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon outrage » Fr 11. Jan 2019, 16:59

Das mit dem Kolben ist natürlich Pfusch. Da nimmt man Dosenblech und eine Schlauchschelle.
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon santeria » Fr 11. Jan 2019, 16:59

:top: Sehr geil.
Wären bis auf Türlackierung und Spinne einfangen alles Dinge auf die ich nicht sonderlich scharf wäre.
Reschpekt (und toll was du so machst natürlich auch). :bier:
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Re: Bullitöters geschraube - Scheißgerät

Beitragvon Bullitöter » Fr 11. Jan 2019, 23:47

outrage hat geschrieben:Das mit dem Kolben ist natürlich Pfusch. Da nimmt man Dosenblech und eine Schlauchschelle.


Weiß ich ja, aber ich hatte keinen Bock auf Faxe, sagte ich doch :-) (und auch keine Schlauchschellen in dem Format)

Tja, eigentlich mach ich genau so ein Zeugs am liebsten, jedenfalls sowas wie die Kurbelwellenstumpf Aktion, ganz im Gegensatz zu lackieren bzw. den lästigen Vorarbeiten. Meistens isses halt leider nur so, dass man vor vollendete Tatsachen gestellt wird und sowas nicht dann machen kann wenn man Bock drauf hat sondern dann wenns kaputt gegangen ist, so wie der Motor jetzt.
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Re: Bullitöters geschraube - der Rest aus 2018

Beitragvon Hubra Pit » Fr 11. Jan 2019, 23:58

Dein Beitrag ist einfach zu groß für meine technischen Möglichkeiten,
kann weder mit Tablet noch mit Laptop deine Bilder sehen,
nach der Guzzi hört es immer auf.

Die mag ich aber, sind optisch einfach die schönsten Motorradmotoren.
Gruß Pit...

Sorry, aber leider Grimmfan...
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Re: Bullitöters geschraube - der Rest aus 2018

Beitragvon Bullitöter » Sa 12. Jan 2019, 00:23

Schade, aber da weiß ich jetzt auch keine Lösung für. Die Bilder sind 1024x768.

Oder vielleicht doch, wenn das n Android Tablet ist, versuchs mal mit Opera Mini und schalte die Datenreduktion ein, so merke ich nichtmal wenn Hüby wieder Plakatwände gepostet hat.
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