Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Wie kann ich was umbauen? Was ist vom TÜV erlaubt?

Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Rautenfahrer » Mo 12. Mär 2018, 19:56

Moin,

wie in meinem Vorstellungsthread beschrieben beschäftige ich mich mit der Frage, ob und wie mein 2011er Kangoo G2 mehr Leistung bekommen kann, da die 64KW als Urlaubs/Festivalschlepper insbesondere mit Anhänger einfach nicht auskömmlich sind.

Dabei gibt es bekanntermaßen zwei Probleme:

1. Was kann man Umbauen?
Für mich irgendwie logisch erscheint es, bei Renault zu bleiben und großkalibrige Motoren ähnlicher Fahrzeugreihen zu suchen, etwa die in den alten Espace und Traffic verbauten RenaultV6 Aggregate mit 2,2l. Ziel ist es, auf robustes Drehmoment und stabile Leistung zu kommen, Drehzahl und Geschwindigkeit sind bei dieser Brotdose ja sowieso nie konzept und auch mit seinem Mikromotor schaffe ich 170-190km/h. Verbrauch ist auch nebensache, denn: A: Bleibe ich bei LPG und B: soll das Auto sowieso nicht Täglich genutzt werden.
Hat jemand mit diesen Umbauten Erfahrung sammeln können?

2. Wie erklär ich es Papa Staat?
TÜV-Eintragungen mit Leistungsveränderungen sind in diesem Forum nicht ungewöhnlich, für mich als "Auto aus dem Kaugummiautomaten-Käufer" aber schon. Daher interessiert mich, welche Sachen zu berücksichtigen sind, damit es mit der Zulassung am Ende auch klappt.
Verlässliche Quellen und Leitfäden (kein LMGTFY) sind da als Lektüre willkommen.


Zuletzt:
Vielleicht ist die Idee auch Käse und ich sollte das Thema anders angehen. Gibt es ein Fahrzeug, welches die Aufgaben ggf. besser erfüllen kann? Also Anhänger schleppen, als belastbares Urlaubsauto dienen, über schlammige Festivalgelände walzen, ohne ein unbeuemes und sperriges Geländevehikel zu sein? Kleintransporter mit Power und Allrad klingen da nett, aber irgendwie habe ich mich noch mit keinem anfreunden können.
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon weichei65 » Mo 12. Mär 2018, 20:42

Planlos.

Irgendwie kommt mir dein Anliegen seltsam vor, da du dich scheinbar nichtmal richtig informiert hast. Die alten 2,2 sind Reihen-Vierzylinder, V6 gehen erst ab 2,5l los. Wenn du sowas eingetragen bekommen willst, darf sich die Schadstoffeinstufung (Euro1-xxx) nixht verschlechtern, mit einem Auto aus 2011 hast du mit den alten Kipphebel-Schleppankern da ein Problem, weil dein Auto wahrscheinlich Euro4 oder 5 hat und die alten Dinger normalerweise nur Euro1(ich hatte sowas selbst im 25er).

Mehr Leistung? Nimm ein anderes (älteres..) Auto als Basis oder kauf einen Diesel. Da ist das einfacher....
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Spatenshifter » Mo 12. Mär 2018, 21:24

Die alten Kangoo basierten aufm Clio. Deiner auch noch?
Dann ginge evtl irgendein sportliches 16v Aggregat.
Aber lohnt das? Bremse umstricken, eintragerei usw..
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Brauer89 » Mo 12. Mär 2018, 21:41

hol dir n volvo 940, kann alles was du willst.
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Oldskool_13 » Mo 12. Mär 2018, 22:01

Moin,

hab mir deine Vorstellung mal durchgelesen.

Hab ja ne ähnliche familiäre automobile Leidensgeschichte und auch noch die Bildungstechnische (B.Eng...)
Hab auch als Alltags Familienauto ein fabrikat mit der Raute gekauft... naja.

Respekt falls du dein Projekt tatsächlich durchziehen solltest.
Nichts ist unmöglich... allerdings wie Weichei schon schrob, nicht bei dem Baujahr mit den von dir genannten Motoren.
Ausserdem ist wahrscheinlich überhaupt nix an der Karre auf die LEistung von nem großen V6 ausgelegt. Sonderanfertigung Fahrwerk, Bremsen, welches Getriebe.

Ich würde niemals auf die Idee kommen an dem Modernen Renault irgendwelche Umbauten dieser Art durchzuführen.
Du findest kaum Teile, du findest keine Anleitungen, du brauchst ein original Renault OBD Computer,
du findest kaum Leute mit Spezialwerkzeug. Niemanden der das schonmal gemacht hat...
Vermutlich brauchst du einige Spezialanfertigungen.

Denke du müsstet ettliche tausender in der Karre versenken. Hättest vermutlich etliche Monate keinen Zugriff auf das Fahrzeug.

Ausserdem ist vermutlich nach 150tkm auch sonst einiges im argen. Hab hier noch nen Clio mit 155tkm Bj. 2009. Seit 20 tkm geht wirklich nach und nach alles mögliche Kaputt.
Bis dahin war tatsächlich nie was dran an der Karre.

Kauf dir nen Kombi mit Leistung als Zugfahrzeug. Und kauf dir den gewünschten Tigra als Bastelprojekt oder mach das Mopped fertig wenn du langeweile hast.

Nur meine Meinung

Viel Spass hier im Forum!
Gruß Daniel
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Rautenfahrer » Mo 12. Mär 2018, 22:15

Volvo940 eignet sich nicht für meinen Geschmack als Festivalauto. um darin zu schlafen ist es mir zu niedrig, wenn ich keine Leichenwagen-Hochdachvariante bekomme.
Ansonsten ein guter Ansatz, Brauer. Volvos sollen ja unverwüstlich sein, das könnte echtes Potential haben.

Bezüglich der Espace-Motoren hatte ich natürlich was falsches gesagt: Der 2,2l Motor ist ein 4-Zylinder, die 6Zylinder Version hat 2,8l. Der 2,2l Allrad-Espace II (den es angeblich geben soll) wäre natürlich eine Alternative, wenn man ihn denn kaufen könnte.

Ja, ich habe EURO4. Die Regeln sagen aus, dass sich die Abgaskategorie nicht verschlechtern soll? Damit kann ich mich nur innerhalb der Baureihe verändern, also 1,6l Motor mit 16V und irgendwie mehr Leistung.

Der G2-Kangoo ist von der Basis her kein Clio (mehr), sondern ein aufgepumpter Megane (III) bzw. Scenic. Bleibe ich in der Megane/Scenic-DNA, so könnte der 2,0l M4R-Motor die korrekte Idee sein.

Aber wie Oldschool schon sagt: Eigentlich ist die Idee verkorkst.
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Brauer89 » Mo 12. Mär 2018, 22:26

volvo 940 und dachzelt drauf...
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Oldskool_13 » Mo 12. Mär 2018, 22:41

Rautenfahrer hat geschrieben:Volvo940 eignet sich nicht für meinen Geschmack als Festivalauto. um darin zu schlafen ist es mir zu niedrig, wenn ich keine Leichenwagen-Hochdachvariante bekomme.


Also ich schlaf ja im liegen :gruebel:

So spontan spinnt mir da so n geiler Cherokee V8 im Kopf rum... also wenn ich n Festival Zugfahrzeug bräuchte :gier:
Schön höher gelegt.
Und genau Dachzelt drauf... wollte ich auch schreiben.

Dein Kangoo ist auch der 1.2 tce, oder? Der m4r umbau wäre vermutlich realisierbar. Allerdings hat der gerademal 140 ps wenn du nicht den clio sport 2 liter nehmen könntest??? Glaube vom normalen fahren her ist der noch lahmer.

Einzig in meinen Augen evtl “sinnvoller“ Umbau wäre der 204ps 2 Liter Turbo aus m Laguna. Das könnte dann sogar etwas spass machen.
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon KLE » Di 13. Mär 2018, 12:16

Also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Aber es ist richtig, dass es wohl schwer wird und evtl. teuer beim TÜV. Aber mal durchspinnen kann man es aber und dann abwägen, ob es Sinn macht. Und sind wir mal ehrlich: Sinn macht vieles nicht, was wir hier schrauben.

Gibt Prüfer, die grundsätzlich abwinken, wenn man mit Mehrleistung kommt, die es in der Modellreihe nie gab. Das mit der Abgasnorm wurde schon genannt, auch dass die Bremsen etc. ausreichend dimensioniert sein sollten. Ob es durch den TÜV gehen würde, kann Dir hier keiner verlässlich sagen, denn das entscheidet der zuständige Prüfer.

Also: Konzept machen.
- Welcher Motor passt von den Dimensionen in den Motorraum?
- passt das mit dem Getriebe evtl. vom Spenderfahrzeug - passen Antriebswellen? (In online Teilekatalogen vergleichen beispielsweise) - ODER: Welche Übersetzungen haben die Gänge Deines Getriebes und sind die evtl. identisch mit einem Getriebe, das es am Motorspender gab?
- könnte man evtl. die Bremsen vom Spenderfahrzeug übernehmen? (keine Ahnung, ob es bei Renault auch ein Baukastensystem gibt)
- Welchen Rollumfang hat die Bereifung des Spenderfahrzeugs (wichtig für die Übersetzung)

Grundsätzlich ist es einfacher, beim Hersteller zu bleiben, weil vieles eben baukastenmäßig passt. Wenn man auf Fremdhersteller geht, wird vieles komplizierter. Und da es für uns hier um ein recht junges Fahrzeug geht, haste natürlich auch das ganze Elektronikgelumpe am Hals und da musst Du Dich entweder mit auskennen, oder jemanden haben, der das kann.
Wenn es Baukastenmäßig einen Renault gibt, von dem das meiste passt, würde es sich lohnen ein komplettes Schlachtfahrzeug zu holen, von dem man dann Stück für Stück rüberbaut, denn bei Motorpaketen fehlt irgendwie immer was und wenn man die Bremmsbrocken alle einzeln kaufen muss, dann wird es schnell teuer.

Wenn Du ein Konzept hast (Spenderfahrzeug noch nicht kaufen), dann mal beim TÜV (nur der darf in den gebrauchten Bundesländern Einzelabnahmen, wie die hier) vorsprechen und Dein Konzept vorstellen. Du solltest da schon gut vorbereitet sein. Wenn der Prüfer den Eindruck hat, das ist nicht durchdacht, winken die meisten gleich ab. Und dann erfragen, ob er das eintragen würde und unter welchen Vorausetzungen. Und auch nach den Kosten fragen!

Und ganz klar: Einen ab Werk besser motorisierten Wagen suchen, der die Anforderungen erfüllt, ist einfacher und wahrscheinlich auch günstiger.
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Re: Kangoo G2- Mehr POWER! oder halt nicht?

Beitragvon Harry Vorjee » Di 13. Mär 2018, 13:08

Alles was KLE geschrieben hat: :like: :like: :like:

Genau meine Meinung.

Ich würde mal ein wenig in Markenforen stöbern, ob jemand so etwas an so einem Modell gemacht und eingetragen bekommen hat. Dann hat man wenigstens schon mal einen Leitfaden und Konzept, womit man zum Prüfer gehen kann um das im Vorfeld abzuklären.

Harry Vorjee
Mehr zu sehen gibt es unter oldschool-fusseltuning.de.tl
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