Wohnmobil für Europatrip

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Die hier abgegebenen Kaufberatungen stammen von Schraubern für Schrauber. Sie stellen keine verbindlich vollständige Liste aller bekannten Schwächen eines Fahrzeugs dar. Man sollte sich trotzdem jeden Kaufkandidaten genau ansehen und nicht nur blind die hier genannten Schwächen abklappern.

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Dieser Bereich soll als Infobereich dienen. Das Zerreden der Threads stört die Übersichtlichkeit, wenn sich einer ernsthaft für den Kauf eines Fahrzeuges interessiert. Ihr tut Euch selbst keinen Gefallen, wenn Ihr die Beiträge durch unsachliche Abschweifungen verwässert. Kaufberatungen durch eigene Erfahrungen zu erweitern ist aber ausdrücklich erwünscht.

Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon the nameless one » So 20. Jan 2019, 11:09

Moin zusammen,

folgender Hintergrund: mein Cousin und seine Frau wollen mit ihren Kindern einen Trip quer durch Europa machen. Es soll in der einen Richtung bis Portugal gehen und in der anderen ca. bis Norwegen.
Was fällt euch so ein an robusten Fahrzeugen, idealerweise schon als Wohnmobil und groß genug um mit 2 Erwachsenen und 2 kleinen Kindern darin über einen gewissen Zeitraum zu leben?
Führerschein Klasse B muss reichen und Schrauberskills sind bei beiden eher nicht vorhanden.
Gestern haben wir uns schon einen 207D angeschaut, der aber fertig mit der Welt war.

Grüße, Hendrik
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon happyc » So 20. Jan 2019, 13:12

ein schönes Projekt!

wie groß / alt sind denn die Kinder? Wieviel Platz beabspruchen die, wieviele Spielsachen (auch Fahrräder) nehmen die mit? Welcher Anspruch (an Klamottenwahl, Freizeitbeschäftigung, Essen (und Trinken, Alkohol ist in Skandinavien teuer, und ne Platte Bier nimmt schon ne Ecke Platz weg) besteht? Wie autark möchte / kann man sein? Fährt die Familie auf dem Weg von Süden nach Norden nochmal zu Hause vorbei, und kann evtl Klamotten durchtauschen? Das würde den Platzbedarf verringern..

als Beispiel: Wir waren mit 2 (Klein)Kindern 6 Wochen in Norwegen, im T3. War eine wunderbare Zeit, rückblickend hatten wir nichts vermisst. Man improvisiert eben, man übt sich in der Reduktion, und gewöhnt sich dran, einfach nicht alles griffbereit dabei zu haben. Sogar hier hatten wir Sachen dabei, die wir während der Reise nicht benutzt hatten (Klamotten, Spielzeug für die Kleinen)..
Aber: bei gutem Wetter rennt / liegt man auf irgendwelchen Wiesen oder Stränden oder Bergen rum, und die Natur bietet genug Platz und Abwechslung. Bei blödem Wetter sitzt man sich im Bus auf der Pelle, und gerade im T3 ist das schon recht eng.. Da wäre ein bisschen Rückzugsraum wünschenswert, vor allem wenn die Kinder größer sind und sich auch mal selbst beschäftigen wollen (Spiele, Multimedia, ...)

aus persönlichen Vorzügen: alt, LT (evtl. auch noch den ersten der baugleich mit dem Sprinter war), Düdo oder Bremer, oder nen alten Ducato als Basis.
Wenn keine Schrauberskills vorhanden sind, würde ich fast zu nem halbwegs aktuellen Fahrzeug raten, vor allem die Ducato (bis ca. 2006) sollen sehr robust sein (keine eigenen Erfahrungen, aber Freunde von meinen Eltern haben einen gehabt, und mehrere in deren Bekanntenkreis).
"Fertige" Wohnmobile (Presspappenaufbau auf entsprechendem Fahrgestell) bieten oft mehr durchdachten Stauraum als ausgebaute Kasten / Busse, sind aber ab nem gewissen Alter anfällig für Undichtichtigkeiten, daher auf muffigem Geruch und Schimmel achten.
Ausgebaute Kasten sind kompakter, und fallen weniger als Wohnobil ins Auge (bei Wildcampen, in der Stadt), und in einigen Ländern günstiger als Wohnmobile (Maut, Fähren, ...)

eher mal ganz allgemein, ich hoffe, es ist trotzdem was hilfreiches dabei....
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon Twingo » So 20. Jan 2019, 13:18

Servus,
ich würde wohl auch am ehesten zur Sprinter-Basis raten, dazu gab es hier mal einen guten Thread:
http://fusselforum.de/viewtopic.php?f=16&t=8615

Rost dürfte bei einem Auto für 1x TÜV ja ziemlich egal sein.

Gruß, Martin
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon nordwind32 » So 20. Jan 2019, 14:19

Robust? :gruebel: Da fällt mir spontan nur der DüDo ein. Oder eben der Bremer.
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon Alex86 » So 20. Jan 2019, 14:53

Bekannte von mir leben nun seit 3 Jahren in einem älteren Ducato in Portugal, irgendwo auf so einer Art wilden Campingplatz.
Die fuhren von Schweden damit herunter und nun wird das Ding aber nur noch als Wohnraum genutzt, soweit ich weiß.
Zwei Kinder haben die auch. Ich glaube jetzt müssten die 11 und 8 Jahre alt sein.
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon weichei65 » Mo 21. Jan 2019, 00:04

Ich halte einen Sprinter nach wie vor als die beste Basis für sowas, wenns kleiner sein soll, darf es auch ein Vito sein. Rost ist da das grösste Thema, die Technik ist bei den Transportern das solideste, was es gibt. Bei den kleineren ist klar auch ein T4 was schönes, aber da laufen ja die Preise weg. T5 ist ab 200-250tkm eine Klapperbude, für die man für jeden Sch..... ein Spezialwerkzeug braucht. Der Vito mit Heckantrieb ist ne solide Kiste, Luftfedern sollte er nicht haben.
Die Boxer/Ducato/Jumper sind nicht so schlecht, aber ich mag die Sitzposition nicht, die sollten auch unter 200tkm runter haben, mit hohen Laufleistungen werden die gern zum Groschengrab und sind teilweise übel zu reparieren, manche DInge fallen zwischen 200 und 300tkm bei Benutzung einfach mal so auseinander. Ältere Modelle sind da auch weitaus simpler und teilweise solider, Kisten nach 2006 würde ich nicht kaufen. Bei neueren gibts sowas wie in den Notlauf gehen, wenn der Service-Intervall nicht zurückgesetzt wird.
Renault/Opel/Nissan finde ich auch ganz brauchbar, die Master haben sich mit Kofferaufbau bei uns im Kurierbetrieb durchaus bewährt. Letztes Jahr durfte mal einer mit über 800tkm gehen, der bei 500 sowas einen neuen Motor wegen defektem AGR-Kühler brauchte, ein paar hintere Sättel waren mal fällig und einmal VA komplett bei 600 sowas. Ansonsten nur das Übliche, Partikelfilter, Bremsen, Riemen...

Die Sitze im Master waren übrigens selbst nach den Kilometern noch brauchbar. Im Crafter waren die oft schon nach 250tkm fertig...

Wenn VW, dann nur der LT mit Fünfender und Sprinterbasis. Die späteren 2,0l TDI im Crafter taugen nichts, gefressene Unterdruckpumpe,undichte AGR-Kühler, mieser Ölpumpenantrieb, thermische Probleme, Motorschäden durch lockere Köpfe.....

Aus nem Sprinter kann man sich auch mal einen guten Sitz klauen. Der 2,5er TDI ist ja bekannt haltbar, wenn er sein Öl und seine Riemen kriegt.

Hab ich aber ja schon genug zu geschrieben...
Aktueller Fuhrpark...
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Golf 2 TD
Caddy 2
Volvo 945 turbo
BMW Z3
Astra G -for sale
Barkas Pritsche
Golf 3 TDI Cabrio
Polo 6N2 1,4 TDI

Bald alle. Demnächst Caddy 9kv auf der Schlachtbank.
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon Rautenfahrer » Mo 21. Jan 2019, 03:52

Welches Budget schwebt denen denn vor?

Wenn es keine (Auto)Schrauber aber Handwerklich orientierte Menschen sind, so bietet sich bei kleinem Geldbeutel ja ein Transporterumbau (Sprinter und Co) an.
Karohemd und Samenstau... Die Witze sind real.
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon the nameless one » Di 22. Jan 2019, 20:56

Erstmal vielen Dank für den Input. Ich werde die Anregungen bei Gelegenheit mal weiter geben.

Wegen dem Budget hatte ich nicht gefragt. Das Objekt was wir angeschaut haben sollte 4400 kosten und in der Auswahl war aber wohl auch was für ~8500.

Die Kinder sind noch klein. Was noch großartig mitgeschleppt werden soll weiß ich nicht, aber n t4 wurde schon als zu klein eingestuft.

Edit:
Autoschraubertechnisch eher unbedarft, aber handwerklich geht durchaus was. Ob ein selbstausbau gewollt ist oder nicht muss ich erfragen.
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Re: Wohnmobil für Europatrip

Beitragvon hybridfreak » Do 24. Jan 2019, 07:58

Erfüllt so auf den ersten Blick alle Anforderungen:
Arnold RM40 o.ä., solide MB Technik (meist Bremer T1), GFK-Alu-Sandwich Aufbau, gute Unterstützung durch den Verein der Arnoldfreunde.
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