Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Fragen zur Technik von Fahrzeugen

Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Rautenfahrer » Mi 18. Apr 2018, 11:43

Hallo Zielgruppe,

bei meinem Auto hat sich beim Wechsel der Winterräder auf Sommerpelz ergeben, dass die Gewinde etwas ausgefranst sind. Die Radschrauben aus hartem Stahl hatten wohl wenig bedenken, das eher weiche Gussmaterial der Bremsscheiben, in welchen die Gewinde eingelassen sind zu fressen und nun stehe ich vor der Frage: Kann das geflickt werden oder muss das neu?

Ich müsste die Radlager/Bremsscheiben-Kombi wechseln, was irgendwie unnötig teuer ist. Ich denke darüber nach, die ausgefransten Gewinde mit Helicoils zu flicken, finde aber keine Erfahrungswerte dazu.

Beruflich tackere ich ja Druckgeräte mit Helis zusammen, wenn es nicht anders geht. Aber bei Radschrauben habe ich doch meine Bedenken.
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Harry Vorjee » Mi 18. Apr 2018, 13:23

:kevin: :kevin: :kevin: :kevin:

Ganz ehrlich, die Entwicklung hier ist wirklich bedenklich.


Zu aller erst mal den gesunden Menschenverstand einschalten.

Wenn das nicht reicht, kann man, wie du, nach Erfahrungswerten suchen. Wenn man dann berechtigterweise keine findet, sollte man sich fragen warum und dann seine Schlüsse drauß ziehen.

Und wenn das alles noch zu keinem vernünftigen Ergebnis geführt hat, dann sage ich dir:

NEIN !!!!!!!!!

Ich versteh es einfach nicht.

Du wolltest dein Fahrzeug stark in der Leistung steigern, was wie auch immer Geld kostet.

Aber wenn eine Reparatur die sicherheitrelevant ist und etwas Geld kostet, dann wollt ihr alle immer die großen Erfinder sein und mit welchen Tricks auch immer das große Geld sparen.

Wenn euch der Unterhalt eines Fahrzeugs zu viel Geld kostet, dann fahrt Fahrrad.

Und nein, so eine Frage darf man nicht mal stellen dürfen, nicht mit etwas Grips zwischen den Augen

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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Grimm » Mi 18. Apr 2018, 13:54

Harry Vorjee hat geschrieben:
Und nein, so eine Frage darf man nicht mal stellen dürfen, nicht mit etwas Grips zwischen den Augen

Harry Vorjee



und antworten mit Gips zwischen den Augen, weil vong 1 hard Facepalming....


Die Antwort vom Harry war ja ausführlich. Dem Kern stimme ich zu. Wirkt schalu. Trittbretter sind zum nachtreten da.


Trittbrett is mein vierter Vorname.


:bier:
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Rautenfahrer » Mi 18. Apr 2018, 13:59

Hey Harry, lass mal bitte den beleidigenden Unterton. Ich recherchiere, lese und frage gezielt bei den Punkten nach, die keine schlüssige Antwort bieten.

Ich habe selbst Bedenken bei der Verwendung von Helis bei Radschrauben, wundere mich aber über den Umstand, dass diese Reparaturmethode bei LKWs und anderen Fahrzeugen anscheinend verwendet wird; suggeriert mir Big Brother Google zumindest, welcher mir bei dem Suchbegriff "Radschrauben Gewinde Reparatur" entsprechend etikettierte "Kits", auch in dem spezifischen Gewinde 12x1,5 verkaufen will.

In einschlägigen Foren wird das Thema ergebnisoffen diskutiert, aber auch dort finde ich keine Erfahrung von Leuten, bei denen es klappte oder nicht. Da hier die Community etwas aktiver ist, was selbermachen angeht findet sich hier vielleicht jemand, der dazu Erfahrungswerte hat.

Beruflich nutze ich die Helis halt gerne, wenn bei Gusskomponenten mal wieder einer das Dremoment übertireben hat und eine Gusskomponente kein Gewinde mehr hat. Aber bei KFZs ist das ein völlig anderes Leben.
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon shopper » Mi 18. Apr 2018, 14:09

Böllhoff sagt folgendes

Beim Reifenwechsel kommt es häufig durch fehlerhaftes Einschrauben oder Überdrehen der Radschraube zu einer
Beschädigung des Aufnahmegewindes. Ein Nachschneiden des Gewindes würde durch den Materialverlust an der
Nabe und der damit verbundenen Schwächung der Gewindeflanke zu einem gefährlichen Ergebnis führen. Das
geforderte Anzugsdrehmoment könnte nicht mehr erreicht werden.
Die Lösung bietet das HELICOIL® Plus Kit für Aufnahmegewinde an Radnaben. Hier wird nach der Herstellung eines
neuen Aufnahmegewindes ein hochbelastbarer HELICOIL® Drahtgewindeeinsatz eingesetzt.



Kein problem
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Harry Vorjee » Mi 18. Apr 2018, 14:17

shopper hat geschrieben:Böllhoff sagt folgendes

Beim Reifenwechsel kommt es häufig durch fehlerhaftes Einschrauben oder Überdrehen der Radschraube zu einer
Beschädigung des Aufnahmegewindes. Ein Nachschneiden des Gewindes würde durch den Materialverlust an der
Nabe und der damit verbundenen Schwächung der Gewindeflanke zu einem gefährlichen Ergebnis führen. Das
geforderte Anzugsdrehmoment könnte nicht mehr erreicht werden.
Die Lösung bietet das HELICOIL® Plus Kit für Aufnahmegewinde an Radnaben. Hier wird nach der Herstellung eines
neuen Aufnahmegewindes ein hochbelastbarer HELICOIL® Drahtgewindeeinsatz eingesetzt.



Kein problem
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So lieber Rautenfahrer, da hast du deine Antwort. Also auf auf und davon und rucki zucki so ein Teil in die Nabe gekloppt, wieder allen Bedenken.
Und wenn deine fahrwerksfeder bricht, schweißt du sie weieder zusammmen, deinen Sicherheitsgurt nähst du selber wieder zusammmen und wenn deine Autogasleitung kaputt ist, flickst du sie mit nem Gadena Schlauchverbinder.

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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon shopper » Mi 18. Apr 2018, 14:28

Schnuckimaus...

Welche bedenken? Hat es auch was mit deiner neuen Richtlinie in Sachen Oldtimer zu tun?
Führe sie mal näher aus...

Schau dir das böllhoff PDF zu dem Thema an
Und dann kannst du weiter reden...oder auch nicht :schleuder:
Zuletzt geändert von shopper am Mi 18. Apr 2018, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon El Grapadura » Mi 18. Apr 2018, 14:29

Is warm draußen.
Sommerloch?! :rollmops:
Cheers Wösi
"Ich fahr immer hundert. Dem Wald zuliebe!"
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Rautenfahrer » Mi 18. Apr 2018, 16:06

Harry Vorjee hat geschrieben:
So lieber Rautenfahrer, da hast du deine Antwort. Also auf auf und davon und rucki zucki so ein Teil in die Nabe gekloppt, wieder allen Bedenken.
Und wenn deine fahrwerksfeder bricht, schweißt du sie weieder zusammmen, deinen Sicherheitsgurt nähst du selber wieder zusammmen und wenn deine Autogasleitung kaputt ist, flickst du sie mit nem Gadena Schlauchverbinder.

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Ich tu mich schwer damit, deine Kommentare ernst zu nehmen. Soll das Humor sein?

Jede technische Frage kann man mit "Ja, weil..." oder "Nein, weil..." begründen, mit einer gewissen Grauzone bei Sachen, die nicht sauber erfasst sind. Deine polemischen Beispiele haben allesamt eine saubere "nein, weil" Begründung, die ich halt gerne hätte, um bei der Sache an den Radnabenschrauben sicher zu sein.

Shopper, danke für die Information. Irgendwie wäre ich über etwas greifbares - also Zahlen oder Zulassungen freuen. Timeserts sind ja leider keine wirtschaftliche Lösung, bei denen ich auch keine Bedenken hätte.
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Re: Reparatur von Radbolzen-Gewinde - Vernünftig oder Irrsinn?

Beitragvon Christian » Mi 18. Apr 2018, 16:28

Wenn ein Produkt der Firma Böllhoff nix greifbares ist, dann mach dir neue Radnaben rein...
Ich hätte da überhaupt keine Bedenken.
Hier die Montageanleitung:
http://technews.bollhoff.com/de/boellho ... ewinde.php
-´90 Golf - ´94 Audi B4 LPG - ´85 Jetta - ´76 Rekord - ´88 Polo - ´89 Golf -
Alle sagten "Das geht nicht." Da kam einer und hat´s versucht, und es ging nicht.
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