Bienengeplapper (ehem.klebende Kolbenringe lösen)

Fragen zur Technik von Fahrzeugen

Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon dreiradfahrer » So 29. Jan 2017, 13:38

Hab ich geschrieben, dass da kein Getriebeöl rein soll? Nein, ich hab es nur noch nicht ausprobiert sondern bleibe bei der bewährten Werksvorgabe.
In den Apegetrieben die ich bisher zerlegt habe war auch nie Ölschlamm, nur der übliche leichte Kupplungsabrieb oder halt Eisenschrott, je nach Grund er Zerlegung.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon Bullitöter » So 29. Jan 2017, 15:25

Konkret nicht, aber ich hab das mal daraus geschlossen, dass du ins Diff Getriebeöl kippst und ins Getriebe eben nicht.

Das du noch nie Ölschlamm gefunden hast dürfte daran liegen, dass immer nur legierte Öle drin waren und kein unlegiertes Einbereichszeug wie in der Awo.

Unter diesen Umständen würde ich wohl auch ein Ape Getriebe mal mit dem Addinol SAE 80 Getriebeöl füllen, das ich auch in Schwalbe und Awo drin habe.
Rein von der natur der Sache her sollte ein Getriebeöl in einem Getriebe keinesfalls schlecher sein als ein Motorenöl.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon dreiradfahrer » So 29. Jan 2017, 22:01

aber ich hab das mal daraus geschlossen, dass du ins Diff Getriebeöl kippst und ins Getriebe eben nicht.

Weil so eben Werksvorgabe. Ich hab halt schon oft genug gesehen, was passiert wenn falsche bzw. ungeeignete Öle verwendet wurden. Die Apen sind da etwas empfindlich.Wenn man sich die Dimensionierung der Zahnräder ansieht und die mögliche Belastung bedenkt (insb. bei Italienimporten und den dort üblichen Benutzungsgewohnheiten ...), dann wird auch klar warum da so wenig Spielraum für Fehler ist.
Speziell die Gangräder sind ziemlich schwach bemessen, denn sie sind, was Material und Güte angeht, identisch zu denen der Rollergetriebe. Lediglich die Zähnezahl ist anders (zumindest bei den "neueren" Baureihen, TL1T und TL2T hatten m.W. ein normales V50-Getriebe).

Was ich aus meiner Erfahrung sicher sagen kann ist, dass SAE30 Einbereichsöl in der Vespa funktioniert, in der Ape aber unweigerlich einen Getriebeschaden verursacht.

Das du noch nie Ölschlamm gefunden hast dürfte daran liegen, dass immer nur legierte Öle drin waren und kein unlegiertes Einbereichszeug wie in der Awo.

Das war durchaus auch auf Apen und Vespa bezogen, die mit den "alten" Ölen gefahren wurden. Die Getriebe sind eigentlich immer sehr sauber, von etwas Kupplungsabrieb am Primärrad abgesehen sind die Innereien eigentlich immer blitzsauber.

Rein von der natur der Sache her sollte ein Getriebeöl in einem Getriebe keinesfalls schlecher sein als ein Motorenöl.

Das ist sicher richtig, nur hab ich es in diesem Fall eben noch nicht ausprobiert. Aufgrund der Empfindlichkeit der Getriebe und der extrem hohen Ersatzteilpreise (für eine Getriebeüberholung kann man ohne weitere 1.000€ ausgeben, je nachdem wieviel man selbst machen kann, aber auch die reinen Materialkosten sind nicht ohne) würde ich solche Experimente auch dringend unterlassen.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon Bullitöter » So 29. Jan 2017, 22:22

Dann haste wohl immer Getriebe geahbt wo die Wecheselintervalle halbwegs gestimmt haben.

Bild

Da siehste ma nur die Mocke die noch unter dem Tellerrad war, nachdem ich das Ding, vor der Zerlegung, gründlich mit Bremsenreiniger gespült habe. Und da drin gibts nichtmal ne Kupplung die Dreck erzeugt.

Ich würde das "Risiko" wohl eingehen und ein Getriebeöl einfüllen, oder das wenigstens mal an nem grenzwertigen Getriebe machen. Möglicherweise kommt das mit dem Motoröl genau daher, dass das eben schon immer so vorgegeben wurde und nie jemand daran gedacht hat, das mal in was besseres abzuändern.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon EL84 » Mo 30. Jan 2017, 07:23

Oha, da hab ich wieder was losgetreten...
Ich hab ne öldiskussion gestartet....

Ich werd beim nächsten wechsel, wenns nimmer so arsch kalt ist, mutigerweise ein teures getriebeöl für nasskupplungen aus dem motorradbereich kaufen.
Hab da n spezi, der ballert mit beiwagen auch durch die gegend. Den werd ich mal anhauen was bei ihm drinn rum planscht.
Was motorrad mit beiwagen aushält, schafft ape auch!


Ist mkr aber leider auch schon aufgefallen, dass die preise für ersatzteile gewaltig angezogen haben....
Nicht nur motorenteile auch Karosserie.
Hab mir die frontstoßstange kaputt gemacht, boh, sportlich was die für n plastikbalken haben wollen.
Wie sagt der chef hier so schön, das ist jetzt ein GESTALTUNGSANLASS!!!

Mal sehn wo die reise hin geht für mein bienchen. Anders wird sie auf jeden fall.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon Bullitöter » Mo 30. Jan 2017, 09:22

Ich würde da kein Superteures Hightechzeugs reinkippen. Sowas kann nach hinten logehen, beosnders wenn da Buntmetalle drin verbaut sind.
Bei den gegebenen Voraussetzungen wäre das hier mein Getriebeöl der Wahl

https://www.motor-oel-guenstig.de/Getri ... :1581.html

Wird auch gerne in Getriebe und Kardan der Awo benutzt, die gibts auch häufig als Gespann.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon dreiradfahrer » Mo 30. Jan 2017, 12:24

Was motorrad mit beiwagen aushält, schafft ape auch!

Davon kann man wohl grundsätzlich ausgehen.

Ist mkr aber leider auch schon aufgefallen, dass die preise für ersatzteile gewaltig angezogen haben....

Wieso? Die Teilepreise sind eigentlich eher gefallen, allerdings auf hohem Niveau. Es gibt halt fast nur Originalteile, was aber gut ist, wenn man sich die Teilequalität bei Vespas so ansieht ...

Du musst auch schaun wo du kaufst, die Händler schlagen teilweise heftig auf. Den Schnabel für das Zweiauge kann ich aktuell für 23€ besorgen, ich hab das Ding aber auch schon für nen Hunni gesehen.
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Re: klebende Kolbenringe lösen

Beitragvon EL84 » Mo 30. Jan 2017, 13:56

Nein, nicht der "Schnabel", ich glaub im ersatzteilkatalog heißt das ding "lampenmaske".
Da is n stück weggeplatzt. Aber wie gesagt, gestaltungsanlass.
Für so nen plastikbalken geb ich keine 100€ aus. Is eh nur billiger spritzguss.
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Re: Bienengeplapper (ehem.klebende Kolbenringe lösen)

Beitragvon dreiradfahrer » Mo 30. Jan 2017, 15:07

Achso, ja das Teil ist relativ teuer. Normalerweise ist halt der Schnabel hinüber, der geht ja schon fast als Verschleißteil durch. Die Scheinwerfermaske hätte ich für 89€ im Katalog.

Ich bin aber mal gespannt was du damit anstellst, die Zweiauge ist für meinen Geschmack optisch grausam, ich bin ja aktuell auch am überlegen mir wieder eine Fuffi als Zweitape herzustellen, aber wenn dann gibts wieder ein Einauge, vorzugsweise mit Handstarter. Mal sehen was aus deiner noch wird, spannend ist und bleibt das Thema auf jeden Fall.
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Re: Bienengeplapper (ehem.klebende Kolbenringe lösen)

Beitragvon EL84 » Mo 30. Jan 2017, 18:58

So wie ich mich kenne wirds wieder ne ratte.
Egal welches Fahrzeug ich bastel, es wird immer am ende ne ratte....

Außer die v50 spezial. Die hatte ich hochglanzrestauriert.
Leider hat mich die begeisterung verlassen nach dem die fertig war.
Zu hübsch, zu hochglanz, zu empfindlich.

So richtig eine vorstellung und ein bild will sich nicht einstellen.
Das ist wohl ein fahrzeug, da muss das Design wachsen....
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