Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon ULTRA » Sa 7. Mai 2016, 14:22

TAG 165: < Mc Aurillac >

Dass mein Grobziel Clermont Ferrand war stand ja fest, aber wie dorthin gelangen, was sehen wollen und wohin danach. Dafür und weitere Lösungen fand ich also in aller Ruhe ohne nervende Musik, tobende Kinder und maßlose Fettwänste fand ich also in meinen "vier Wänden" kann man schlecht behaupten. im < Holzboden, GfK-Dach, links, rechts hinten Metall und vorne Glas - Heim > mit gemütlichen 12m² kochte ich mir also mein gesundes Essen und surfte nebenbei. Es gab ne Menge zu kochen, der Haufen an Gemüse wurde wie sonst von der Chefin zur Minestrone verwandelt und der restliche Eimer Tomaten ergab ne Tomatensauce für 6-8 Portionen. Hatte schon überlegt meine Futterluke über der Küche zu öffnen und den Pott Suppe wie aus nem Food-Truck an die im McDrive Wartenden zu verhökern. Aber nein, ess ich lieber selber. Die Quittung für 5 Schüsseln gestern Abend war häufiges Aufstehen um nachts nebens große M zu pinkeln. Morgens also mal nicht ganz so ausgeruht die restlichen Dinge erledigt und mit nem Plan losgezogen.

Die "schönste Autobahn des Landes" und dazu noch gratis will und kann ich mir nach einer Kletterpartie auf der Landstraße dann bergab bis Clermond-Fd. ansehen. Doch erstmal heißt es von aktuell 700m auf 1200 um östlich Aurillac über den Berg zu kommen. Das Wetter lädt zum Fahren ein, die Gegend wird immer heimischer, das erste Mal seit Ewigkeiten kommen mir schwarz-weiße Kühe zu Gesicht.

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Vor ein paar Tagen soll es rund um Cl.-Fd. ja geschneit haben, die salzige Überreste liegen nun auf der Straße rum, ich dachte sowas kann ich meinem Bus ersparen, hat er schließlich seit Jahren nicht am Ar$ch kleben gehabt. Immerhin ist es trocken und ich hoffe bei der Geschwindigkeit nix aufzuwirbeln.

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Die Autobahn haut mich dann nicht vom Hocker, auch ganz schön was los heute. Da Höhenprofil hat definitiv Tendenzen angezeigt, es ging ständig auf und ab und ich mal wieder ne Behinderung. Dafür hab ich es aber auch mal richtig krachen lassen, den Speedfreak in mir rausgelassen und es auf waghalsige, tunnelblickverdächtige 70km/h gebracht. Da hat Werner große Augen gemacht. Der Sack begleitet uns übrigens schon immer und ist auch mal über den Teich geflogen.

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In die große Stadt wollte ich dann aber doch nicht. Im Westen schmiegen sich die Vulkanhügel an und zentral thront die große Kathedrale, mein Weg führt auf der anderen Seite dran vorbei. Clermont Ferrand und die Statue von Vercingetorix muss also warten. Asterix lässt grüßen, oder was? Ich passiere das Michelin-Werk und habe damit eine "Attraktion" der Stadt erfahren, den Rest heb ich mir für uns und ne andere Tour auf. Es geht über die Umfahrung nördlich.
In Vichy will ich heute übernachten, finde eine ideale Stelle am Stadtstrand, Schilder ignorieren. Die letzten Stunden Tageslicht also im Freien genießen, der Köter hat Energie aufgestaut.

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Es ist hier nicht die Loire, aber ein sehr sehenswerter Fluß. Die Planken an der Promenade sind echt gemütlich, kleine Bars sinnvoll integriert sicherlich der Treff hier im Sommer. Muss man nach einigen Bier nur auf seinen Kopf aufpassen.

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Dafür geben die Hindernisse eine super Szene beim Abendrot-Foto ab. Sonnenuntergang kann auch urban sehr sehenswert sein. Ich bleib gleich nebenan über Nacht, der kleine Parkplatz leer sich grad und ich finde ne Lücke, geht dann Morgen früh nochmal im Sand toben und dann weiter.

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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon ULTRA » So 8. Mai 2016, 18:27

166 < Vichy Strand >

Man kann also auch in Ortschaften idyllisch stehen, der Vorteil die Infrastruktur, hier steht 20m weiter ein modernes selbstreinigendes gratis Klohäuschen für den ersten Gang. Frühstück folgt später, ich will los. Doch erstmal noch zwei drei Punkte im Zentrum abfahren. Vichy steht für Wellness und Heilquellen. Eine dieser Quellen besuche ich wie auch andere Einheimische über den öffentlichen Eingang. Alte Bäderarchitektur könnte man meinen, große Halle und die vergitterte Quelle samt Erklärungstafeln füllen den Raum. Davor ne Zapfstelle, na mal sehen.

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Celestin heißt das Wasser hier und ist nicht nur mineralienhaltig und deswegen salzig sondern auch mit natürlichem Sprudel und zusätzlich säuerlich. Naja... läuft zum Glück so langsam durch den Hahn, dass an die 5Liter Flasche nicht zu denken ist. Die Theke fast voll, ich finde nen Platz in der Mitte.

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Vichy ist ne kleine Stadt, modernes Zentrum würde ich jetzt behaupten, bis auf Thermaltempel nur das übliche, trotzdem kann man sich hier wohlfühlen. Ich verlasse sie nach Norden Richtung Lapalisse. Dort erwartet mich ein ruhiger Schotter-Parkplatz zum Frühstück. Und der kleine Spaziergang danach im Park nebenan. Ein Chateau, wir sind schließlich in Frankreich.

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Ich will kurz vor Chalon zu einem weiteren Kletterspot fahren, hab den ganzen Tag Zeit und nehme möglichst die kleinste und kürzeste Route. Also mal wieder durch die Prärie. Da passiert man Ortschaften, man glaubt es kaum, ich hatte so ganz plötzlich ein starkes Heimatgefühl.

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Germagny also und fast mit einem Ortseingangsschild weniger, konnte mich aber beherrschen. Ein paar Orte weiter hatte ich ein nettes Schwätzchen mit nem Bauern über die aktuellen Dieselpreise und bei der Weiterfahrt 100kg mehr Gewicht an Bord.

Ich halte imernoch die Augen nach nem Schrottplatz offen, oder nen verrottenden DüDo im Garten, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich entdecke aber zumindest nen Haufen interessantes Blech und halte mal an. Ein Deutscher betreibt hier seit 20Jahren nen Ersatzteilehandel, die Autos auf dem Hof sprechen nen Haufen Geschichten.

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Aber auch keine Idee für meine Scheibe, ich finde aber den Weg zum Kletterfelsen, welchen ich im Internet rausgesucht habe. Hinter dem kleinen Örtchen Culles les Roches geht es den Hügel hinauf und über eine immer schmaler werdende Piste auf eine große Wiese umgeben von einer Felswand. Nicht besonders hoch, aber beeindruckend da halbkreisförmig und mitten in der Natur.

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Heute ist zwar unter der Woche aber durch den Morgigen Feiertag in Frankreich sind viele Urlauber unterwegs. Auch hier am Berg ist gut was los. Mir gefällt es und Atlas hat auch seinen Platz, hier bleibe ich über Nacht. Muss also nicht unbedingt heute noch klettern, gibt auch nur Zweiergruppen die hier aktiv sind. Ausserdem hat mich letztens nach längerer Fahrt die Kraft in den Fingern verlassen. Fahren mit nem DüDo ist echt Arbeit und erschöpft auf Dauer auch. Ich liege also im Gras und lese, habe ab Dämmerung alles für mich alleine und geniesse die Ruhe.
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon Alex86 » Mo 9. Mai 2016, 23:19

Gestern schön nach dem Schrauben im Sonnenuntergang im Garagentor gelesen und zuvor das Biermofa Königshofer holen geschickt.
Irgendwie schade, dass sich alles schon dem Ende neigt. Seit dem Afrika hinter euch liegt und Chrisse weg geflogen ist merkt man es deutlich.
Andererseits liegen ja noch einige sicher spannende Kilometer zwischen dir und dem Schwarzwald (Schwarzwald war richtig als Zwischenziel, oder?) und nach der Reise ist bekanntlich vor der Reise. :wink:
Und was mich betrifft.. mein Fernweh bekomme ich zwar so schnell nicht los, aber ich freue mich ernsthaft darauf mal wieder ein Buch auf meinen Wegen in die Hand zu nehmen,..denn Schlepptop auf Halb aufm Arm, beim Lastenrad im Regionalzug halten geht nur bedingt gut. :-) Und dann bald trotzdem wieder von euch zu lesen! Gute weitere Rückfahrt.
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon outrage » Di 10. Mai 2016, 09:56

ULTRA hat geschrieben:...Ein Deutscher betreibt hier seit 20Jahren nen Ersatzteilehandel, die Autos auf dem Hof sprechen nen Haufen Geschichten.

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Meintest Du nicht "eine Deutsche"? :-) ;)
Den weissen Simca kenn ich, der ist bei ebay drin. Und die Fiat Leiche im Hintergrund auch
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon All Eyez on me » Di 10. Mai 2016, 10:25

Ach das ist das wohl sich immer die alte Schrappnelle bei Ebay auf den Oldtimern räkelt?!

Die würden sich sicher besser verkaufen wenn sie HINTER der Kamera bliebe. :))
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http://www.Scirocco-lounge.com
http://www.schrauber.tk
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon ULTRA » Mi 11. Mai 2016, 00:22

nein, wirklich der...? Hab mit nem Kerl in den späten 40ern gequatscht, locker drauf und lustig (könnte man ihm zutrauen...)

http://www.goldies-boutique.eu/


TAG 167 < Culles les Roches Kletterfelsen >
Ich weiß nicht genau was die Franzosen heute feiern 5.Mai, irgendwas kirchliches wurde behauptet. Auf jeden Fall schlafen die Kletterer aus. Atlas freut sich über ne Wanderung in der Umgebung, unspektakulär, der Hang ist fast komplett mit Wein bepflanzt, wie es aussieht auch immer wieder erweitert, bis hin zu neuen Zöglingen. Für unser Auge vielleicht romantisch, aber trotzdem ne Monokultur...

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Und jetzt, wo das erste Grün sprießt auch kein bissel umweltverträglicher als der Rest der Landwirtschaft. Chemiekeule bevor es größere Probleme gibt, auch hier die Fahrer mit Atemmasken, nur die Vehikel etwas spezieller. (Foto die Tage unterwegs, nicht hier)

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Der Vormittag fortgeschritten und endlich die ersten Besucher, Mädelsausflug im T5 und ich bin erstaunt was da so alles reinpasst. Zwei Frauen mit vier Mädels, dazu Fahrräder und massig Equipment zum Jonglieren und Spielen... und natürlich klettern. Die Kids müssen die Wände hoch, für mich ist aber auch noch Platz und es sind tolle Routen.

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Mittagspause und ich hab keine Eile, meine Küche direkt nebenan und ein Pärchen noch mit nem kleinen Selbstausbau Ducato als Nachbarn. Man kommt ins Gespräch und wir klettern später auch noch schwerere Routen zusammen, Tagesziel erreicht. Die meisten Besucher sind schon wieder weg und ich pack auch langsam ein, will nicht noch ne Nacht hier bleiben obwohl es toll ist, aber die Mission heißt Rückweg.

Ich passiere also kurz darauf Chalon sur Saone und damit auch wieder das Tal über welches wir Richtung Süden gefahren sind. Lyon und Dijon wird diesmal ausgelassen und die Route weiter nach Osten genommen. Weit komme ich heute aber nicht mehr, muss ja auch noch was ordentliches Kochen und mit Christie telefonieren. Die Burgerbude in Dole also Nachtplatz. Hat auch den Effekt, dass ich Morgen früh schnell weiter will.






TAG 168 < Dole Mcd >

Es ist schon seit gestern nicht mehr kalt in der Nacht, eine Schönwetterfront liegt über Zentraleuropa, das Zeichen zum Nachhausekommen steht auf grün. Ich starte ne Stunde nach Sonnenaufgang und nehme den Weg durch die Stadt. Dole hat keine Bananen, bietet aber ne hübsche Altstadt, kann mich erinnern schonmal vorbeigefahren zu sein, aber angehalten? Also kurzer Zwischenstop, ein großer Parkplatz direkt neben dem historischen Zentrum auf der anderen Seite vom Fluß auch einige Camper stehen dort. Ich versuche aber direkt zur gesuchten Adresse zu fahren und bleibe irgendwo an der Straße stehen. Schöne Umgebung.

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Geburtshaus ist das Stichwort, mal wieder eines auf der Liste. Da frag ich mich ob das zur damaligen Zeit wirklich keine Alternative gab als zuhause geboren zu werden, die Geburtshäuser von modernen Idolen wird dann schwierig zu besuchen sein, Stadtkrankenhaus oder Polyklinik... Louis Pasteur wurde aber noch in einem Haus unweit der Kirche von Dole geboren und heute mit einem Museum verehrt. Hab ich keine Zeit zu, aber nen Foto geht.

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Der kleine Garten wurde in eine hübsche Erinnerungsstätte umgewandelt und direkt dahinter führt der kleine Weg zum Fluß.

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Ich verlasse die Stadt nach Osten hin und habe heute noch eine Mission, ich will die umliegenden Klettergebiete zumindest auskundschaften. Nicht weit und das erste folgt hinterm Dorf Rochefort sur Nenon direkt am Fluß. Die Straße ein kleiner Weg für die Anwohner dahinter wirkt schon fast wie wenn man nen Park befährt. Der Spot definitiv sehenswert, die Routen vielseitig und am Ende steht nen Klohäuschen mit frischem Wasser. Theoretisch ist hier campen verboten, wen stört's... und der Ausblick auf den Fluß bei Nacht ist der Bonuspunkt. Hier müssen wir wieder hin!

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Doch wie zu erwarten niemand da, ich mache also nen zweites Frühstück und spaziere über die frische Wiese. Keine Eile, hab noch den ganzen Tag Zeit. Ich bin also schon seit ner Weile im Elsass, fühlt sich heimisch an die Städtenamen teils deutsch, Bisanz oder Besancon die nächste auf der Liste. Letzte Großstadt könnte man behaupten, nix besonderes und schnell weiter.

Wieder einige Kilometer weiter auf der "Schnellstraße" bis Abfahrt, nächster Halt Belfort. Kennen wir schon und ist nicht gerade eben in Erinnerung. Die Altstadt hinter der Markthalle recht übersichtlich.

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Also nur den einfachsten Weg hindurch und etwas nördlich davon den Turm der alten Festung angesteuert. Dort soll auch was zum Klettern sein, finde ich aber nicht. Der Spaziergang war toll und Atlas wird heute nicht viele andere Möglichkeiten bekommen ich will weit fahren. Wer aber in der Nähe nen Stellplatz sucht kann sich super dort oben positionieren, tolle Aussicht und Ruhe.
In die andere Richtung versperren Bäume die Sicht zur Grenze, sollte nicht mehr weit sein, schaff ich heute auch noch. Die Zeit vergeht, es ist schon Nachmittag aber es rollt. Mühlhausen ohne Vorkommnisse und schon ab über den Rhein. Landstraße, kleine Insel dazwischen, zwei Brücken und dahinter Deutschland. Ein irgendwie beschwingliches Gefühl, wenn auch noch 800km von Berlin entfernt.
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon Alex86 » Mi 11. Mai 2016, 01:48

Goldies Boutique...doch, das sind die. :-)
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon ULTRA » Mi 11. Mai 2016, 22:12

Ich bin also wieder im Lande und erfreue mich am Luxus der damit einher geht. Erstmal zum Sport, Freiburg ist das Ziel. Mein erster Stop aber bei Aldi, Futter hab ich genug aber ne Telefonkarte brauch ich neu. Übers Internet der nächsten Möglichkeit aktiviert nun endlich wieder zivil mit Nummer erreichbar. So fängt das moderne Leben an. Im nächsten Ort ich glaub Bad Krotzingen führt mich mein Weg durch die Fußgängerzone, ist wohl normal hier, die Leute gucken aber wieder ungläubiger auf den großen alten Benz der da gemütlich rollt.

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Die B3 ist nun für ne ganze Weile mein Pfad dem ich folge, wenn möglich durch kleinere Landstraßen umgehen, aber einen Vorteil hat die Route. Wird von mir Container-Allee genannt, in jedem kleinen Ort ist nen grüßerer Supermarkt um auch die Anrainer bis zum Rhein und rauf in den Schwarzwald zu bedienen. Schwaben gelten zwar als geizig, hier fällt aber ne ganze Menge ab. Tolle Salate z.B.

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Freiburg steht heute also auf dem Plan, ich brauch wieder mehr Kondition und nen workout und noch wichtiger ne Dusche. Trau ich mich fast gar nicht zu schreiben, aber die letzte war bei Madrid. Dazwischen gab es keinen See mit angenehmen Temperaturen, nur frische Bäche vom Berg also nen Schwammbad am Abend und den Bart in der Schüssel gespühlt. Hier gibt es auch einige Wagenburgen, mal sehen ob ich nen Fenster auftreiben kann, bleibe hier also über Nacht und freu mich schon auf den Muskelkater.






TAG 168 < Freiburg >

Tolles Städtchen, gefällt mir immer wieder, ich muss im Norden noch nen Platz abchecken, nachdem hier ringsrum nix zu finden ist. Ein zwei Düdos hab ich gesehen, bewohnt und mit neuen Ideen wo ich ne Scheibe suchen könnte. Ich fahre also durch die Stadt zum Eselwinkel nahe Flugplatz. Mitten in einem kleinen Wäldchen stehen einige Bauwagen und LKW, es ist noch nicht 10Uhr, also für nen Samstag recht früh, ich versuch trotzdem mal mein Glück.

Man kann es echt nicht fassen, die Strähne reisst nicht ab, ich betrete den Platz und die ersten die mir über den Weg laufen sind bekannte Gesichter. Junge Familie mit Kleinkind und sandfarbenem ALLRad-LKW mit Kabine oben drauf, haben wir in Marokko am südlichsten Strand unserer Tour in Sidi R'Bat getroffen... und nun in ihrer Heimat Freiburg erneut. Damit fehlen mir auf der Liste nur noch die Leipziger, die dort nebenan standen, aber nach Leipzig muss ich ja sowieso noch... das Wunder geht weiter.

Auch bei denen hat sich alles gut entwickelt und die Reise war ein Erfolg, ich gebe meine Seitenfenstersuche auf und beschließe weiter nach Norden zu fahren. Es wird ein sehr gemütlicher und schöner Tag, wir halten mehr an als wir rollen und geniessen Natur auf der Route und haben einen Plan. Container Allee... ihr wisst schon. Erstmal gab es Obst und Gemüse.

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später dann Wurst und Grillgut, trifft sich gut, das ich zu ner Party fahre die Pfingsten bei nem Kumpel steigt.

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Ich genoß also den Tag und war über die abendliche Beute sehr erfreut, es stapeln sich Lebensmittel überall in Bus und Anhänger, wird Zeit, dass ich die verteilen kann und unter Leute komme. Deutschland auch im entferntesten Zipfelchen mit vielen Bekannten und Freunden besiedelt, los geht's auf die letzten Etappen.

Diese Zeilen bilden also den Abschluß meines Reiseberichtes über die Tour mit knapp 12.000km. Es war eine weitere wahnsinnige Erfahrung und mit Höhen und Tiefen ein Erlebnis. Wie es weitergeht steht in den Sternen, definitiv werden wir kommenden Herbst nach hoffentlich tollem Sommer mit kleinen Exkursionen, wieder auf große Fahrt gehen. Eine wichtige Ecke fehlt noch auf unserer Europakarte, wenn sich die politische Lage bis dahin verbessert hat. Am rollenden Heim werden Optimierungen vorgenommen, Und auch so steht einiges auf der Agenda. Ich werde sporadisch berichten. Dank an alle Beiträge und Meldungen, hat mich immer wieder angespornt weiter in die Tasten zu hauen.

bis bald...

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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon shopper » Do 12. Mai 2016, 05:02

Fein ...danke für die Unterhaltung.... :like:
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Re: Wintertour 2016... süd-sudwest, sind dann mal weg.

Beitragvon Katakuna » Do 12. Mai 2016, 08:07

Ebenfalls danke. War interessant!
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