Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Gute, witzige Seiten, abgefahrene eBay Auktionen - muss nicht unbedingt mit Autos zu tun haben...

Re: Allgemeine Webfundstücke(Fred)

Beitragvon schotte » Mi 2. Aug 2017, 18:21

denn an dem Zonenschrott rumschrauben ist Höchststrafe

danke du hast meinen Tag gerettet
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Re: Allgemeine Webfundstücke(Fred)

Beitragvon christoph » Mi 2. Aug 2017, 19:40

ohne zögern würde ich mir einen alten volvo auf strom umrüsten lassen, wenn das bezahlbar wäre.

ich finde e-karren sau cool. der ökologische effekt ist mir darum so egal wie nem veganer die die ökobilanz seines tofus. nur das ich kein scheinheiliges arschloch bin. ich bin realist was das angeht. e-autos sind die zukunft. und unser gelaber ist genau so sinnvoll wie das geschwafel von sprachschützern, die die verrohung der deutschen sprache durch fucking anglizismen verhindern wollen. oder leuten die im 19. jahrhundert, beim aufkommen der ersten dampflokomotiven, dachten, dass der mensch unmöglich so wahnsinnige geschwindigkeiten wie 33 kmh aushalten könnte.

ich steh nach wie vor hinter meiner einstellung, dass ich diese alleskönnenden taschenrechner von neuwagen höchst gruselig finde. aber nen elektromotor in einer alten karre mit richtig reichweite und kurzen ladezeiten? warum nicht? denn im grunde ist der reine elektroantrieb einfacher als ein herkömlicher verbrenner aufgebaut. alleine das finde ich interessant.

wo wir wirklich angst vor haben sollten ist nicht der elektromotor sondern der autopilot. mit den jahren wird sich der autopilot etablieren. und er wird sich auf versicherungsprämien auswirken. und das wird nicht gerade ein vorteil für uns eingefleischte autofahrer. wenn man selber fährt wird das mit sicherheit teurer im falle eines unfalls als mit dem AP. evtl verliert man - je nach versicherung - den kompletten schutz wenn man selbsverschuldet einen unfall baut.

aber auch diesen trend werden wir nicht aufhalten. es kommt, es kommt. der mensch entmündigt sich selbst - und wir machen uns gedanken über die ökobilanz eines tuktuks.

ich bin kein verschwörungstheoretiker. das sind ganz einfache trends, die wir breits jetzt (und bereits seit langem- es ist 5 jahre her, dass ich ne artedoku über ki gesteuerte fahrzeuge des us militärs gesehen habe) beobachten können und auch kein geheimnis sind. wenn alles gut geht wird der mensch obsolet und wir können, wie in startreck, uns in einiger zeit auf wichtigeres als arbeiten und broterwerb konzentrieren. der forschung und der kulturellen weiterbildung. da der mensch allerdings im moment regelmäßig sein erschreckendes talent zur ignoranz unter beweiß stellt (trump, redogan, brexit, unterschätzen der chinesen, isis, klimawandel leugnen, etc. etc) wird es wohl eher so kommen, dass irgend eine KI routine entscheidet, dass die erde besser dran ist ohne uns. schade an sich. hoffentlich passiert das erst nach mir - oder garnicht...
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon dreiradfahrer » Mi 2. Aug 2017, 22:27

wird es wohl eher so kommen, dass irgend eine KI routine entscheidet, dass die erde besser dran ist ohne uns. schade an sich. hoffentlich passiert das erst nach mir - oder garnicht...

Dazu brauchst keine KI, dafür langen die Naturgesetze.

Schon möglich das wir mit unserem Handeln irgendwann eine Katastrophe entfesseln die uns ausrottet, irgendwas wird dann aber trotzdem überleben und sich anpassen. Irgendwann gibts dann eine neue dominierende Spezies, vielleicht sogar so schlau, dass sie Löcher buddeln und sich den Kopf über die Vergangenheit zerbrechen kann. Unsere versteinerten Knochen liegen dann im Museum in der Vitrine direkt neben T-Rex ...


Ich neige aber zum Optimismus und denke daher, dass der Mensch sich doch irgendwann zu einer halbwegs inteligenten Lebensform weiterentwickeln kann. Vielleicht sogar mit der Einsicht, wie viel unglaublich dumme Scheiße diese seltsame Spezies in der Vergangenheit gebaut hat und der nötigen Weitsicht, um es dann besser zu machen.
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon Bullitöter » Mi 2. Aug 2017, 22:40

So isses. Nach mir die Sintflut und das mein ich ernst! Ich mach mir auch keine Sorgen um E Autos sondern um den Aktionismus drum herum.

Elektromobilität ist nur mit massiv darauf angepasser Infrastruktur, einer noch nicht erfunden Akkutechnologie und jeder Menge Ökostrom sinnvoll. So einen Unsinn zu erzählen, dass bereits in 2030 (klingt so weit weg und sind nurnoch 13 Jahre, da sind heutige Neuwagen noch nich alt aber trotzdem, schon Schrott) das ganze so weit sein soll, dass bringt mich auf die Palme.
Dazu das Hauptproblem, dass wir uns selbst entmündigen, denn für eine für eine funktionierende Elektromobilität ist es notwendig, das die Fahrzeuge sich unterwegs, zB. bei Ampelstops oder auch während der Fahrt auf der Autobahn aufladen.
Dazu beräuchte man aber entweder eine Stromflatrate oder es müsste permanent bekannt sein, wieviel elektrische Energie man sich genommen hat um das abrechnen zu können. Letzteres bedeutet, der Standort ist jederzeit bekannt. Ein weiterer Schritt zur 100% überwachung, denn was wird wohl kommen?

Ich hab dazu übrigens mal selbst ein bisschen herumgerechnet und das ganze mit etwas mehr drumherum an die SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke und AFD geschickt.
Einzig die AFD hat überhaupt geantwortet, wenn auch nur Blödsinn. Beschämend!
Mein Mittelkasse PKW (Bj. 1987) verbraucht ca. 8 Liter Super auf 100 km. (Ein wert, den aktuelle vergleichbare Fahrzeuge im Realen Betrieb ebenso verbrauchen)

Heizwert Superbenzin 8,760 kWh je Liter

Angenommener Wirkgungsgrad des Motors 25%

ergibt, einen Bedarf von 17,52 kWh je 100 km für mein Fahrzeug (Vergleich: Renault Zoe Werksangabe 14,6 kWh 100 km. Hierbei ist sicherlich nicht einberechnet wie hoch der Bedarf im Jahresmittel ist da zB. die Verwendung der Heizung in den kalten Monaten den Verbrauch bei Elektroautos stark erhöht da keine Motorabwärme zur Verfügung steht. Weiterhin ist mein Fahrzeug größer als ein Renault Zoe)

Die durchschnittliche Jahesfahrleistung in Deutschland betrug 2013 14.259 km bei 43,431 Mio zugelassenen PKW

Wäre diese Fahrzeugflotte komplett elektrisch wäre bei einem zu erwartenden Ladeverlust von 20% also eine Menge von 130 TWh per Anno von nöten.

Um einen Ökostromanteil von 55% bei gleichzeitiger Umstellung der PKW Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge zu erreichen wäre es auch heutiger Sicht also notwendig den Ökostromanteil auf 60% zu steigern. Diese Zahl erscheint zunächst nicht so unrealistisch, jedoch beruht die Berechnung darauf, dass kein Strom mehr ins Ausland verkauft wird, der elektrische Energiebedarf nicht aus anderen gründen weiter steigt und betrachtet lediglich die PKW Flotte, also keine Nutzfahrzeuge.

In Anbetracht der Tatsache, dass mit steigendem Anteil von Ökostrom auch Nachtspeicherheizungen und Durchlauferhitzer eine Renaissance erleben werden, und vermutlich nicht mit dauerhaft sinkendem Bedarf an elektrischer Energie zu rechnen ist, erscheint das ganze doch als, vorsichtig ausgedrückt, ambitioniertes Vorhaben.

Betrachte ich nun die Praktikabilität wird das ganze nicht besser.

Da viele Menschen entweder beruflich viel Auto fahren oder auch gerne mal in den Urlaub ist eine gewisse Reichweite von nöten. Bisher kann man nur annehmen, dass die Akkutechnologie 2030 auf einem Stand sein wird, die es erlaubt einen Akku mit einer Kapazität von ca. 90 kWh in einen Mittelklasse PKW zu bauen. Dadurch würde eine Reichweite von ca. 500 km zur Verfügung stehen, was immernoch weniger als die Reichweite aller meiner Fahrzeuge wäre.

Ich persönlich würde einen Ladevorgang, der länger als 10 Minuten für 500km Reichweite dauert, als indisskutabel ansehen.

Reichweite 500 km = 87,5 kWh

Bei angenommenen Ladeverlusten von 30% benötigt die Ladung 114 kWh. Bei 10 Minuten für die Ladung entspricht dies einer Anschlussleistung von 683 kW!

Die daraus resultierende Stromstärke bei vorhandenem 230/400V Netz im 3 Phasen Betrieb beträgt also 989A was wiederum über 500 mm² dicke Adern benötigen würde. Die Ladeleitung wäre also ca. 10 mal so dick wie das Kabel was in Ihrem Haus in den Hausanschlusskasten führt. So etwas ist also nicht anwendbar

Zur Reduktion der Stromstäke auf ca. 60 Ampere (CEE Steckverbinder wären von der Größe her bis 63A meiner Ansicht nach gerade noch akzeptabel) wäre eine Ladespannung von 3,7 kV notwendig. Da in diesem Fall der Isolieraufwand erheblich steigt, ist dies sicherlich ebenso nicht anwendbar!

Und bleibt ein Fahrzeug wegen Treibstoffmangel liegen, ist es nicht möglich es schnell wieder in gang zu bringen.

Bei Nutzfahrzeugen ist das ganze etwa um den Faktor 5 - 10 zu betrachten, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass Elektrofahrzeuge mit Akkus die am Stromnetz aufgeladen werden sicherlich nicht die Zukunft darstellen.

Zweifelsohne würde ein großteil der Menschen ein solches Fahrzeug nutzen können um zur Arbeit zu pendeln, aber auch nicht für mehr.


Und irgendwie wird man auch Gründe schaffen die es unmöglich machen ne Altkarre auf E Motor umzubauen, was ich mir, bei entsprechender Akkutechnik die es nich nicht gibt, für den T3 durchaus auch vorstellen könnte.

Und da ist mein eigentliches Dilemma. Ich hab kein Bock auf Scheiß Stadt und Stangentaxis und kein Bock auf Neuwagenscheiße. Alles Sinnvolle dazwischen wird die Politik schon unattraktiv genug machen damit gefällgst Autos gekauft werden.
Damit sind wir wieder beim ersten Satz: Hoffentlich dauerts so lange. So Optimischtisch wie der Dreiradfahrer sehe ich das nicht.

Der Mensch ist eine Krankheit des Planeten und nur in einem wirklich gut: Wie mache ich mir einen Feind und wie kann ich diesem möglichst Qualvoll auf die Nuss hauen!
Wäre das anders hätten wir mehr DDR nur mit weniger MFS auf der ganzen Welt!
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon dreiradfahrer » Do 3. Aug 2017, 00:10

Letzteres bedeutet, der Standort ist jederzeit bekannt. Ein weiterer Schritt zur 100% überwachung, denn was wird wohl kommen?

Wo lebst du? Wenn du auf der Autobahn unterwegs bist, weiß Tollcollect jederzeit wo und wann deine Karre unterwegs war, nur dürfen die es niemandem verraten. Noch nicht, der Wunsch den Ermittlungsbehörden Zugriff auf die Mautkameras zu verschaffen wurde ja in letzter Zeit wiederholt geäußert. Die Möglichkeit besteht also jetzt schon. Wenn man das dann um Dinge wie die Handyfunkzellenüberwachung und die e-call Geschichte erweitert hat man heute schon eine ziemlich flächendeckende Standortverfolgung.
In anderen Ländern sieht es noch finsterer aus was das angeht. Deutschland ist geradezu ein Entwicklungsland wenn es um Dinge wie Videoüberachung geht. Von England und Frankreich (um bei näheren Nachbarn zu bleiben) könnte man da noch einiges lernen, weshalb unsere Sicherheitshüter ja auch gerne dorthin schielen.

Das MFS war eine primitive Kasperbude gegen das, was uns heute tagtäglich begleitet.

Und irgendwie wird man auch Gründe schaffen die es unmöglich machen ne Altkarre auf E Motor umzubauen,

Wozu umrüsten? Manchen wir den Bestand doch für die Alltagsnutzung unbrauchbar. Sprich wir ändern die Straßenverkehrsordnung einfach ein bisschen, sagen wir das ab sofort nur noch selbstfahrende Fahrzeuge Autobahnen und Kraftfahrstraßen benutzen dürfen. Dazu braucht man die heilige Kuh des Bestandsschutzes von bestehenden Betriebserlaubnisen nicht anfassen, hat aber mit einem Schlag 99% des Fahrzeugsbestands mit Erstzulassung vor ~2020 von den Hauptverkehrsstraßen weg. Das wäre zumindest der Weg der sich nach der bisherigen Vorgehensweise des Gesetzgebers abzeichnen würde.

Bei den aktuellen Planungen reden wir ja bei "Altkarre" nicht mehr über Baujahr 19xx sondern über das was heute im Showroom steht. Im Jahr 2030 sind selbst Karren wie mein Golf im Oldtimerolymp angekommen und damit aus dem Schneider, denn an der ja mitlerweile im Gesetz verankerten Einstufung als technisches Kulturgut wird man wohl nicht rütteln (schau mal genau wer alles an der Carta von Turin mitgeschrieben hat), dazu sind die Karren in der Summe zu unbedeutend.
Vorbild wären da wahrscheinlich, mal wieder, die USA. Dort ist das Betriebserlaubnisrecht sehr viel strenger als bei uns, den Begriff des Bestandsschutzes kennt man dort eigentlich nicht. Trotzdem kannst du mit irgendwelchen Uraltkarren fröhlich rumstinken, auch in den "sauberen" Staaten wie Kalifornien oder Nevada.

Abgesehen davon gibt es ja auch noch andere Zukunftsideen als nur den Elektroantrieb.
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon Bullitöter » Do 3. Aug 2017, 08:04

Ich lebe im Ruhrgebiet und da kann ich, wenn es sein muss, einfach mein Handy ausschalten, die Mautbrücken umfahren und mit Bargeld zahlen, im extremfall auch mit geklauten Kennzeichen. Jedenfalls ist das alles sehr Lückenhaft.

Aber ein Auto was seinen genauen Standort zwingend jederzeit übermittelt, ist einfach inakzeptabel. Das Schlimme ist ja, dass die Mehrheit das nicht interessiert und sich so einen Mist heute schon kauft bzw. automatische Notrufe sogar schon vorgesxhrieben sind!? Irgendwas war da. Das lässt sich aber zumindest noch gewaltsam unterbinden. U.a. daher ja auch ne altkarre umbauen auf was auch immer.

Denn damit hast du recht, es gibt ja nicht nur den Elektroantrieb, aber genau so wird gerade getan.

Das MFS wäre Stolz auf sich wenn es sowas wie wir heute haben erreicht hätte. Man muss die Leute garnicht mehr bespitzeln, die machen von selbst alles mehr oder weniger öffentlich zugänglich. Besser gehts doch nicht.

Und genau sowas wie Fahrverbote auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen für nicht Autonome Fahrzeuge oder eben beliebigen anderen Blödsinn meinte ich damit, dass der Politik schon was einfallen wird alles zwischen Stangentaxi und Neuwagenscheisse faktisch unbrauchbar zu machen.

Aber wie gesagt, ich hoffe, dass ich es nicht mehr erlebe wenns zu wild wird, oder es mir dann egal ist.
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon nordwind32 » Do 3. Aug 2017, 10:04

Die Abschaffung des Bargelds kommt ja auch mit Riesenschritten auf uns zu.
In Dänemark z.B. sind Geschäfte nicht mehr verpflichtet Bargeld zu akzeptieren.
Der 500€ wird abgeschafft etc.
Höchstgrenzen bei der Bargeldzahlung haben unsere Nachbarn schon!
https://www.evz.de/de/verbraucherthemen ... ldzahlung/
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon dreiradfahrer » Do 3. Aug 2017, 22:59

In Dänemark z.B. sind Geschäfte nicht mehr verpflichtet Bargeld zu akzeptieren.

Sind sie bei uns auch nicht. Wenn ich einen Kunden von Anfang an darauf aufmerksam mache, dann darf ich als Ladeninhaber heute schon Zahlungsformen ausschließen. Bargeld ist zwar gesetzliches Zahlungsmittel, die Vertragsfreiheit steht hierzulande aber höher. Siehe z.B. die Urteile zu extremen Münzzahlungen.

Ehrlich gesagt sehe ich da keine "Riesenschritte" sondern eher Anpassungen an die Realität. Der 500er ist da das beste Beispiel, das Ding war im täglichen Geschäftsverkehr schlicht überflüssig.

Und genau sowas wie Fahrverbote auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen für nicht Autonome Fahrzeuge oder eben beliebigen anderen Blödsinn meinte ich damit, dass der Politik schon was einfallen wird alles zwischen Stangentaxi und Neuwagenscheisse faktisch unbrauchbar zu machen.

Da fällt mir eine nette Anekdote ein. Ein, vor Jahren verstorbener, Bekannter meines Vaters wohnte Anfang der 30er Jahre direkt an der neu gebauten Reichsautobahn. Zu dem Teilstück das da vorbei ging gehörte auch eine Brücke die für ihn sehr praktisch wahr, denn sie verkürzte seinen Arbeitsweg erheblich. Er fuhr da täglich mit seiner 98er Sachs rüber. Nach dem Krieg, als die Autobahn wieder benutzbar war, hat er das dann noch einige Jahre so gemacht. Dann allerdings mit einem Quickly. Kurze Zeit später hat man dann die Mindestgeschwindigkeit von 60km/h eingeführt und damit war es vorbei. Dieser Mensch muss sich damals schrecklich darüber aufgeregt haben, was aber auch nichts half und er trotzdem einen weiten Umweg fahren musste.

Das war damals auch durch den technischen Wandel bedingt, denn die Fahrzeuge wurden immer schneller und zu große Geschwindigkeitsunterschiede einfach zu gefährlich. So ist das nunmal, die Welt entwickelt sich weiter und wer sich dagegen sperrt bleibt auf der Strecke.
Wie gesagt, nicht alles was neu ist, ist auch gut, aber eben auch nicht zwangsläufig schlecht. Wir haben aktuell das Problem, dass einfach zuviel Verkehr auf zu wenig Fläche unterwegs ist. Noch mehr Fläche für den Verkehr zu verbrauchen ist aus vielerlei Hinsicht unsinnig bzw. unmöglich, also müssen andere Lösungen her.

Eventuell wäre da auch eine andere Lösung denkbar, nämlich ein radikales Umdenken im Bezug auf unsere Lebensweise. Wenn man sich die Gründe für Verkehrsströme ansieht, dann gibt es da Ansatzpunkte zur Verkehrsvermeidung. Zum Beispiel dezentrale Arbeitsplätze, Förderung von Wohnraum in unmittelbarer Nähe des Arbeitsplatz oder verlagerung von Transportgeschehen von der Straße auf andere Verkehrsträger. Das Problem dabei ist, dass solche Dinge wenn überhaupt nur extrem langfristig umsetzbar sind. Das System ist zu unbeweglich um sich von heute auf morgen zu verändern.
Was aber klar sein sollte ist der Umstand, das meckern und jammern über den bitterbösen Fortschritt nichts bringt. Wenn müssen wir alle, jeder für sich und ganz individuell, Gedanken machen wie man Probleme lösen oder garnicht erst aufkommen lassen kann. Alternativ bleibt noch die Lösung in ein Land der dritten Welt oder zu den Amish auszuwandern. Aber das ist dann wohl wieder zu konsequent für viele ;)
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon Kasi » Do 3. Aug 2017, 23:50

Interessante Unterhaltung könnte man ewig weiter führen, aber wie Du schon sagst, wo führt Sie wohl hin?
Fahrrad fahren? freie Energie? Bargeld ins Kopfkissen stecken? Aluhüte? Ich weis es nich.

Gibt einen Artikel in Der Welt von vor ein paar Wochen,
der passt sehr gut zu eurer Theorie.

Merkel hat in Buenos Aires folgendes gesagt:
„Wir werden in 20 Jahren nur noch mit Sondererlaubnis selbstständig Auto fahren dürfen.“
Als Begründung nannte Sie:
„Wir sind das größte Risiko.“

hier der Artikel:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... orium.html
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Re: Allgemeiner Weltuntergangs(Fred)

Beitragvon flore » Fr 4. Aug 2017, 08:55

Als Begründung nannte Sie:
„Wir sind das größte Risiko.“


Dieses Zitat könnte man auch auf ihre Regierung beziehen :-)
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